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   "Bulletin Nó. 2" vom 10. Mai 2016   

Voran unser erneuter Dank an all die Interessierten, die immer mal wieder bei diesem "Platz-Halter" vorbeischauen, sowie für die überraschend hohe Zahl bislang eingegangener eMails mit beinahe ausschließlich progressiv-konstruktiven Kritiken. Und: NEIN – wir können und wollen uns noch nicht auf einen Termin festlegen, wann wir das eigentliche Internet-Projekt an dieser Stelle online publizieren. Noch stimmen wir eine Reihe von Details zum Design und zur nutzer-freundlichen Navigation der Haupt-, Neben- und Unter-Seiten aufeinander ab (und bereiten nebenbei weitere Inhalte vor, wobei die Verlinkung der unzähligen Stich-Wörter und der militärischen Fach-Begriffe mehr als nur Zeit und Geduld kosten).


In der thematischen Evaluierung eingegangener Nachrichten standen mit Abstand Fragen zur Bewaffnung der sächsischen Armee an erster Stelle. Aus diesem Grund haben wir im April entschieden, den besonders Ungeduldigen einen kleinen Einblick in die geplante Rubrik "Waffenkunde" zu eröffnen. Somit einige Antworten zur Thematik der sächsischen Hand-Feuer-Waffen...

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kurfürstlich-sächsische Hand-Feuer-Waffen (vor 1700 bis 1806)

interner Link kurfürstlich-sächsische Hand-Feuer-Waffen

interner Link Infanterie-Gewehr vor 1729 ("Suhler Manufaktur")

interner Link Offiziers-Gewehr M 1724 (s.g. "erleichtertes Gewehr")

interner Link Infanterie-Gewehr M 1729 (s.g. "Suhler Muster")

interner Link Infanterie-Gewehr M 1744

interner Link Infanterie-Gewehr M 1766

interner Link Infanterie-Gewehr M 1778 (s.g. "Altsuhler Gewehr")


königlich-sächsische Hand-Feuer-Waffen (nach 1806 bis 1870)

interner Link königlich-sächsische Hand-Feuer-Waffen

interner Link Infanterie-Gewehr M 1809 (s.g. "Neusuhler Gewehr")

interner Link Infanterie-Gewehr M 1811 (s.g. "Gewehr Wiener Facon")


Wird fortgesetzt...


   "Bulletin Nó. 1" vom 01. März 2016   

Erst einmal bedanken sich die Autoren dieses Portals für die zwischenzeitlich eingegangenen guten Wünsche, Kritiken und Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht auf jede Nachricht eingehen oder sofort antworten können.

Unsere illustrierte "Baustellen-Seite" ist seit nunmehr drei Monaten online. Erstaunt von der relativ hohen Resonanz, die dieser Platz-Halter in relativ kurzer Zeit hat, freuen wir uns über die vielen Neugierigen und Ungeduldigen, vor allem über die offenbar hohe Anzahl militär-geschichtlich interessierter Freunde.

Grund für die vorzeitige Präsentation dieser Internet-Seite war einfach die zwingende Notwendigkeit, den von uns gewählten Domain-Namen umgehend zu sichern. Testweise war dieses Projekt auf einem privaten Server mehrfach online und seltsamerweise nach kurzer Zeit bereits "indiziert". Und da wir mit einem anderen Projekt schon einmal die Erfahrung machen mussten, den von uns gewählten, bis dahin nicht besetzten Domain-Namen nach kurzer Test-Phase überraschenderweise auf einer Internet-Präsenz zu finden, die mit Domain-Namen handelt, wollten wir dieses Risiko nicht erneut eingehen. Naheliegend war es, anstelle eines langweiligen Baustellen-Schildes gleich eine repräsentative Vorschau-Seite zu veröffentlichen, die die Inhalte dieses Internet-Projekts beispielhaft veranschaulicht.


Zum momentanen Stand: Gegenwärtig sind wir mit Prüfungen vorhandener Inhalte beschäftigt, bereiten unsere archivierten Sammlungen für die Publikation auf diesem Portal vor und sind dabei bestrebt, die umfangreichen Text- und Bild-Beiträge in einen einheitlichen Stil zu packen bzw. in eine übersichtliche und funktionelle Navigation einzuordnen.

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Als kleine Entschuldigung für die Verzögerungen bieten wir den besonders Ungeduldigen nebenstehend schon mal einen kleinen Auszug unserer Sammlungen:


Einband Uniformenkunde

Zur "Uniformenkunde" von Prof. Richard Knötel


Prolog...


Dieses Projekt konzentriert sich darauf, möglichst detaillierte Informationen über die Geschichte epochaler Konflikte, der daran beteiligten Parteien und militärischen Formationen zusammenzutragen.

Beschäftigt man sich mit der Geschichte eines Landes, einer Region oder der eigenen Heimatstadt, wird man bald mit einem steten Wechsel einziger Wahrheiten, unantastbarer Autoritäten und herrschender Gewalten konfrontiert. Auf zentral gelegenen Plätzen, vor historischen Gebäuden oder entlang der Allee hinauf zu einem alles überragenden Schloss verharren auf ihren steinernen Sockeln die Helden früherer Epochen:

Stolze Gestalten, von Mut und Tapferkeit beseelt, die für ihre Ideale Opfer brachten und Entbehrungen erduldeten; sich als Held "über den gemeinen Stand derer Menschen erhoben" (lokaler Link 1). Klingende Namen, aus verworrenen Stamm-Bäumen gewachsen und mit gewichtigen Titeln bestückt, die über Generationen gepriesen und mit Ruhm und Ehre bedacht wurden. Damit verbunden Taten, die von der gottgegebenen Macht von Kaisern und Königen, Fürsten und Herzögen, Grafen und all der anderen ritterlichen Raub-Mörder zeugten und deren Folgen im Rahmen einer hehren, selbst verfassten und so auch legitimierten "Werte-Gemeinschaft" sanktioniert und so veredelt wurden. Daraus gedichtet Geschichten, schön, strahlend und blendend, aus denen Geschichte wurde, die mit übermenschlicher Schaffenskraft, großherzigem Benefiz und genialer Weisheit prahlt.

Letztendlich Legenden des Untergangs, die im eingeprügelten Untertanengeist unserer Großeltern zu verklärten Glaubensbildern gediehen und dafür Sorge trugen, dass es nichts erstrebenswerteres gibt, als in Reih und Glied und auf dem Feld der Ehre für die glorreiche Sache zu sterben.

Mit Gott für Kaiser und Vaterland...

Für Führer, Volk und Vaterland...

Für Frieden, Recht und Freiheit...

Burgen und Festungen, Zeughäuser und Altäre, einst von scheinbar ewig gegebener Allmacht errichtete Tempel zur Konservation all der von Dynastien errungenen Siege, dienten gleich den monumentalen Götter-Bildern der Antike einzig der Sicherung des eigenen Machtanspruchs. Fahnen-Paraden, Trophäen-Triumphe und Trommel-Umzüge, inszenierte Zeremonien, instrumentalisierte Folklore und traditionelles Brauchtum, dies alles macht vergessen, dass es immer die einfachen Menschen sind, die für all die tausend-jährigen Reiche mit Haus und Hof und Leib und Leben haften müssen. Und es sind nach wie vor die einfachen Menschen, denen man von den Kanzeln in den Kirchen und den Pulten in den Schulen in die Köpfe predigt, dass es zur Errichtung eines Himmelreichs auf Erden einzig und allein ihrer Opfer verlangt, die dann - getreu der hehren "Werte-Gemeinschaft" - die Schatzkammern, Handels- und Bankhäuser der Weltenlenker füllen.

Wieviel Unheil haben Religion und Ideologie schon über die Welt gebracht?

In diversen mythischen Epen, nationalen Hymnen und diversen illuster illustrierten Sonntagsblättern, deren Nachbildungen imbezile Zeit-Genossen noch heute im Schatten ihrer idyllischen Gartenlauben durchblättern, wurde der Glanz der Waffen gepriesen und ein festes Feind-Bild geprägt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass man 1894 in der ῭Moskauer Zeitung΅ erfuhr: "In insgesamt 3358 Jahren, vom Jahr 1496 vor unserer Zeitrechnung bis ... 1861, hat es 227 Friedensjahre gegeben und 3130 Jahre Krieg. Das ist 1 Jahr Friede auf 13 Jahre Krieg." (lokaler Link 2).

Sicherlich kann dieses Projekt auch als Verherrlichung von Krieg und Militarismus verstanden werden. Doch leider ist die Geschichte dieser Welt nach wie vor eine Geschichte der Kriege. Vielleicht sollten wir unsere Aufmerksamkeit mehr dem Streben der hinter den von uns gewählten Volks-Vertreter stehenden Mächte widmen. Denn dem Handel mit Waffen folgt in der Regel das Händeln mit Waffen. Gleich welcher Art...

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DEMNÄCHST im LEXIKON...

Das LEXIKON des Internet-Projekts "Regiment-Index" widmet sich schwerpunkt-mäßig Fach-Begriffen der militärischen und militär-technischen Geschichte. Neben allgemein-informativen Erklärungen bieten wir dem historisch interessierten Besucher diverse interne Verweise zu ergänzenden Einträgen bzw. weiterführenden Quellen. In Anlage zum LEXIKON und nach der Devise: "Vom großen Ganzen immer näher zum Detail" eröffnen wir mit dem "KOMPENDIUM der WAFFEN-KUNDE" und der "GALERIE der HISTORIEN-MALEREI" fachlich fundierte bzw. anschaulich illustrierte Portale mit einerseits entwicklungs-technischen Inhalten - andererseits künstlerisch-dokumentarischen Bezügen. Besucher, die hauptsächlich an zeit- und kultur-historischen, uniform-kundlichen oder formations-geschichtlichen Beschreibungen interessiert sind, empfehlen wir die Rubrik "PROJEKT" (zur Vorschau), in die wir mit der Zeit die umfangreichen Text- und Bild-Sammlungen unserer Recherchen ein- und somit vorstellen möchten...

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feuer Lexikon - äbel bis ubaltern

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Beispiel

Sächsische Armee

(engl.: Saxon Army; franz.: Armée Saxonne; russ.: Саксонской Армии)

Die sächsische Armee war die Land-Streitkraft des Territorial- bzw. deutschen Klein-Staates Sachsen (siehe dazu externer Link WIKIPEDIA) in seinen jeweiligen Grenzen. Die Armee ging aus den Ende des 15. Jahrhunderts errichteten "Defensionern" hervor und bestand als kurfürstlich-sächsische bzw. königlich-sächsische Streitmacht in wechselnder Organisation, Struktur und Gliederung offiziell von 1612 bis 1918.

In der militär-historischen Betrachtung sind drei Entwicklungs-Epochen relevant, die von zeit-geschichtlichen Etappen bestimmt werden:

■  kurfürstl.-sächs. Armee von 1612 bis 1806

□  sächs. "Defensions-Truppen" vor 1612

□  Aufbau eines "Stehenden Heeres" (1612 – 1706)

□  "Augusteische" Heeresreform (1706 – 1732)

□  das Kurfürstl.-Sächs. Feld-Heer (1733 – 1806)

■  königl.-sächs. Armee von 1806 bis 1870

□  das sächs. Rheinbund-Kontingent (1806 – 1813)

▪   als IX. Korps der "Grande Armée" (1809 - 1811)

▪   als VII. Korps der "Grande Armée" (1812 – 1813)

□  das sächs. Kontingent im III. dt. Bundes-Korps (1813 – 1815)

□  das sächs. Kontingent im Deutschen Bund (1815 – 1866)

□  das XII. (I. Königl.-Sächs.) Armee-Korps (1866 – 1870)

■  sächs. Armee im Deutschen Heer

□  das Deutsche Heer im Aufbau (1871 – 1880)

□  die III. Armee des Deutschen Heeres (1881 – 1912)

□  die III. Armee des Deutschen Heeres (1913 – 1918)


In der über dreihundert-jährigen Geschichte ihres Bestehens erlebte die sächsische Armee eine Reihe überraschender Wendungen: Im Dreißigjährigen Krieg anfänglich auf Seiten der Katholischen Liga wechselte Sachsen 1631 zur Protestantischen Union, um nach der Eroberung der Lausitz wieder in das kaiserliche Lager zurückzukehren. Dieses Wechsel-Spiel wiederholte sich in den Schlesischen Kriegen, in denen Sachsen anfänglich auf Seiten Brandenburg-Preussens gegen Habsburg stand, dann auf Seiten Österreichs gegen Preussen kämpfte. Und zog Sachsen im Jahr 1793 und noch einmal im Jahr 1806 an der Seite Preussens in die Koalitions-Kriege gegen die französische Revolutions-Armee bzw. die "Grande Armée" Napoleons, stand die sächsische Armee noch im selben Jahr als Verbündeter Napoleons als Besatzungs-Macht in Preussen, marschierte unter seiner Führung gegen Österreich und in den katastrophalen Russland-Feldzug von 1812, um dann wiederum noch während der laufenden Schlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) zu den Alliierten überzugehen. Im Deutschen Krieg von 1866 auf Seiten Österreichs gegen Preussen, zog die sächsische Armee 1870 wieder mit dem preussisch dominierten Deutschen Bund gegen Frankreich. Auf dieser Seite verblieb die Königlich-Sächsische Armee bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1918.

Infolge marodierender Söldner an den böhmischen Grenzen und diverser Fehden mit (insbesondere brandenburger) Raub-Rittern unterhielt Sachsen schon seit dem Mittelalter diverse Formationen, die bereits einige Kriterien eines "Stehenden Heeres" aufwiesen, doch erwiesen sich die Söldner häufig nicht nur als unzuverlässig; in unzähligen Fällen wurden sie selbst zu der Plage, vor der sie Volk und Land bewahren sollten.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts führte Sachsen eine Militär-Pflicht für jeden Untertanen ein. Verpflichtet werden konnte jeder in Sachsen lebende Mann zwischen achtzehn und fünfundvierzig Lebens-Jahren. Die Dienst-Zeit betrug rund fünf Jahre, konnte auf fünfzehn Jahre verlängert werden, wobei große Teile der Mannschaften in Friedens-Zeiten aufgrund der damals üblichen und für die höheren Offiziere lukrativen Kompanie-Wirtschaft (die bis 1809 währte) unbesoldet beurlaubt oder für verschiedenste Zwecke "vermietet" waren. Im Ergebnis dieser Praxis bestand die sächsische Armee zum Ende des 18. Jahrhunderts beinahe ausschließlich aus Sachsen. Renten - für invalide oder besonders verdiente Mannschaften - wurden nur in Ausnahme-Fällen gewährt; die Höhe der Pensionen für Offiziere wurde vom König persönlich individuell bestimmt.

Im Zeitraum von 1732 bis 1881 bewegte sich die durchschnittliche Gesamt-Stärke der sächsischen Armee (abgesehen von finanz- oder reform-bedingten Schwankungen bzw. kriegs- oder teilungs-bedingten Verlusten, die in den vorgestellten Epochen und Etappen detailliert beschrieben werden) zwischen zwanzig- und dreißigtausend Mann. Hatte die königlich-sächsische Armee nach dem katastrophalen Russland-Feldzug von 1812 mit rund sechstausend Überlebenden oder "Heim-Kehrern" bzw. mehr oder weniger "kriegs-verwendungsfähigen" Soldaten und Offizieren einen kaum noch erwähnenswerten Etat erreicht, wurde die höchste Gesamt-Stärke mit rund fünfundvierzigtausend Mann vor Beginn des I. Weltkrieges angegeben. Eine Zahl, die in erster Hinsicht mit den Verstärkungen im Rahmen der sogenannten "Truppen-Vermehrungen" zwischen 1881 bis 1912 erklärt wird, tatsächlich jedoch in der – für damalige Zeiten außergewöhnlich langen - Friedens-Periode von 1870 bis 1914 Begründung findet (und schnell an Glanz verliert, so man bedenkt, dass im I. Weltkrieg allein hundertfünfundvierzigtausend Angehörige der sächsischen Armee "Mit Gott für Kaiser und Vaterland" elendig verreckt sind).

Als Land-Streitkraft verfügte die sächsische Armee in der gesamten Dauer ihres Bestehens über sämtliche klassisch-historischen Truppen-Gattungen der damaligen Zeit. Die einzelnen Waffen-Gattungen wurden je nach den aktuellen Novitäten verbündeter oder gegnerischer Territorial-Streitkräfte errichtet oder benannt bzw. aus- oder umgerüstet. In der Residenz-Stadt Dresden wurde um 1684 eine unter vielen Namen tätige Verwaltungs-Behörde (u.a. Geheimes Kriegskollegium, Geheimes Kriegskabinett) eingerichtet; im Jahr 1697 folgte das Oberkommando der Armee (u.a. als General-Stab, Oberstes General-Kommando, General-Hauptquartier bezeichnet). Als Kriegs- und Gebrauchs- bzw. Ordonnanz-Waffen waren somit sämtliche Arten von zeittypischen Waffen verbreitet.

Orientierte sich die sächsische Armee in den Belangen von Organisation, Struktur und Gliederung in der Regel am Vorbild der preussischen Armee (ausgenommen die Etappe als Mitglied der "Confédération du Rhin" zwischen 1810 –1813), sind in der uniform-kundlichen Betrachtung bis 1810 vielfältige Ähnlichkeiten mit dem Erscheinungs-Bild der österreichischen Armee auffällig (wobei die weißen Röcke der Linien-Infanterie bzw. die roten Röcke der Kavallerie, die zwischen 1734 bis 1832 getragen wurden, in diversen kriegerischen Auseinandersetzungen oftmals zu tragischen Verwechslungen mit österreichischen oder britischen Einheiten führten). Und wurde die sächsische Uniform zwischen 1810 bis 1815 von der französischen Mode beeinflusst, kopierte die Neu-Uniformierung ab 1815 den Schnitt und viele Details des russisch-preussischen Stils. Zwischen 1832 bis 1862 entwickelte die sächsische Armee eine weitestgehend eigene Uniform-Mode, wobei die Infanterie grüne Röcke -, die Kavallerie hellblaue Kollets erhielt. Ab 1862 Linien-Infanterie und Kavallerie hellblaue Uniformen, leichte Infanterie, Artillerie und technische Truppen grüne Röcke. Ab 1915 die feldgraue Uniform nach preussischen Muster M 1910/15 mit einigen sächsischen Besonderheiten (u.a. Taschen-Klappen, Schoßtaschen-Leisten).

Wurde die Bewaffnung der sächsischen Armee in der Gründungs-Phase im Rahmen der Kompanie-Wirtschaft organisiert (somit je nach Bedarf unterschiedlichste Typen, Modelle und Kaliber geordert, was im Ergebnis zu einem unüberschaubaren Durcheinander führte), ging "August der Starke" dazu über, die heimische Rüstungs-Industrie nach Vorbild der "Königlichen Preussischen Gewehrfabrique" zu fördern und Blank-, bzw. Feuer-Waffen u.a. in Suhl, Gotha und Olbernhau zu ordern; Kanonen in den "Hammerwerken" (Guss- und Schmiede-Werkstätten) von Markersbach und Schmiedeberg gießen zu lassen. Trotz aller Anstrengungen mussten besonders Feuer-Waffen bspw. aus den flämischen Werkstätten, aus österreichischer, französischer oder gar preussischer Fertigung zugekauft werden.

Als Klein-Staat, der von einer Reihe von Monarchen regiert wurde, die sich ganz im absolutistischen Sinne zu Größerem und Höherem berufen glaubten, wurde Sachsen in beinahe sämtliche Konflikte der sogenannten "Kabinetts-Kriege" verwickelt. Von Nachteil war dabei nicht nur Sachsens geografische Lage (bereits im Dreißigjährigen Krieg war Sachsen wiederholt Durchzugs-, Aufmarsch- und Kriegs-Gebiet der streitenden Parteien), sondern auch die politische Lage zwischen den zwei um die Vorherrschaft im Deutschen Reich rivalisierenden "Groß-Mächten" Österreich und Preussen. Auch war Sachsen durch die wiederholte Personal-Union mit Polen wirtschaftlich und militärisch überfordert. Eine in seltensten Fällen "glückliche" bzw. "vom steten Wechsel" bestimmten Bündnis-Politik brachte Sachsen in den Verruf eines nicht gerade zuverlässigen Alliierten.

In folgenden Konflikten war Sachsen Kriegs-Partei:

  • Großer Krieg gegen die Türken (1683 - 1699)
  • Nordischer Krieg (1700 - 1716)
  • Polnischer Thronfolge-Krieg (1733 - 1738)
  • Krieg gegen die Türken (1735 - 1739)
  • Schlesische Kriege (1740 - 1745)
  • Siebenjähriger Krieg (1756 - 1763)
  • Bayrischer Erbfolge-Krieg (1778 – 1779)
  • in den ersten Koalitions-Kriegen (1793 - 1806)
  • Rhein-Kampagne (1793 - 1796)
  • Vierter Koalitions-Krieg (1806 – 1807)
  • Fünfter Koalitions-Krieg (1809)
  • Russland-Feldzug (1812)
  • Sechster Koalitions-Krieg (1813 – 1814)
  • Siebenter Koalitions-Krieg (1815)
  • Revolutions-Kriege (1848 – 1849)
  • Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848 – 1851)
  • Deutscher Krieg (1866)
  • Deutsch-Französischer Krieg (1870 – 1871)
  • Erster Weltkrieg (1914 – 1918)

... mehr zum Thema Sachsen - Armee, Verbände und Einheiten


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Banner um 1545
Banner-Träger um 1545
Holz-Schitt von Jacob Kallenberg (etwa 1535–1565), in "Wapen... Teutscher nation"
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Defensioner um 1600
"Defensioner" um 1600,
Abbildung aus dem "Fürstenzug" in Dresden
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Sachsen, Mansfelder
Kaiserlich-Sächsische Hilfs-Truppen unter Wolfgang von Mansfeld um 1620
Nach einem Gemälde von
► Werner Schuch (1843 - 1918)
(Quelle: "Bildersaal Deutscher Geschichte")

Sachsen, Infanterie-Fahne um 1710
Infanteriefahne aus der Zeit August des Starken von Sachsen 1710
Abbildung aus der
► Alva-Zigarettenbilder-Serie (Band 1; Serie 4, Bild 12)

Knoetel: Sachsen 1730
Kursachsen, 1730
Oberst der Prunk-Kürassiere
Band IV. Blatt-Nr. 05 aus der
► "Uniformenkunde" von
► Prof. Richard Knötel
Beispiel Regimentsgeschichte:
Johannes Anton Larrass
"Geschichte des Königlich Sächsischen 6. Infanterie-Regiments Nr. 105 und seine Vorgeschichte, 1701 bis 1887"
(Verlag H.L. Kayser, 1887)
Sachsen, IR Nr. 6/105
Uniformen 1701 bis 1809
Sachsen, IR Nr. 6/105
Uniformen 1810 bis 1867

Infanterie um 1859
Königreich Sachsen um 1859
"Linien-Infanterie" aus:
► "Geschichte der sächsischen Armee in Wort und Bild" von Ferdinand Hauthal

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Beispiel

Schwadron (siehe ergänzend Eskadron)

(engl.: Squadron; franz.: Escadron; russ.: Эскадрон)

Allgemein versteht man unter einer Schwadron eine Teil-Einheit der Kavallerie, die hierarchisch zwischen der Kompanie und dem Regiment -, in Ausnahmen auch dem Bataillon oder der Division eingeordnet wird.

Der Begriff Schwadron ist eine deutsche Ableitung des italienischen "Squadrone" (lat.: Quadra: Karo, Quadrat, Karree bzw. Exquadra: Schlacht-Haufen, davon ital.: Squadra: Gruppe oder Trupp; daraus port.: Esquadro; Fläche, Raute). Die Schwadron ist etymologisch somit gleichzusetzen mit der im deutschen, skandinavischen und slawischen Sprach-Raum verbreiteten Eskadron. Die Bezeichnung geht historisch zurück auf die sogenannte Haufen-Taktik des späten Mittelalters und bezeichnete hier eine Aufteilung der Schlacht-Ordnung in einzelne Schlacht-Haufen. Die Kavallerie, die in der Regel die Flügel der klassischen Linear-Formation mit bis zu siebzehn (!) Gliedern tiefen Aufstellungen zu decken hatte, fand mit dem Aufkommen der Feuer-Waffen mehr und mehr als schnell-bewegliche Reserve Verwendung und wurde aus diesem Grund ebenfalls in taktische Teil-Einheiten untergliedert. Ab dem Dreißigjährigen Krieg unterteilten sich europaweit beinahe alle Lanzier-, Dragoner- und Kürassier-Regimenter samt den aufkommenden "Huszári" (Husaren) in Schwadronen oder Eskadronen.

Seit dem 16. Jahrhundert verbreitete sich der Begriff vor allem in den Armeen Spaniens und Portugals und etablierte sich annehmbar während der diversen englisch-spanischen Konflikte zwischen 1559 und 1604 auch in der englischen und späteren britischen Armee. Hier galt die "Squadron" anfänglich als Bezeichnung für ein kleines Karree der Infanterie, wurde dann auch von der Kavallerie übernommen und hier Bezeichnung einer Unter-Einheit eines Regiments von unbestimmter Stärke. Bis 1776 konnte die "Squadron" einerseits von zwei bis vier Kompanien gebildet -, andererseits mit einer Kompanie gleichgesetzt werden. Ab 1788 wurde die britische Schwadron in zwei "Troops" gegliedert, die vom jeweils dienst-älteren bzw. "Senior-Captain" kommandiert wurde. Während der sogenannten Halbinsel-Kriege zwischen 1809 und 1814 verfügte ein Troop etat-mäßig über einen Captain, zwei "Lieutenants", einen "Cornet", einen "Sergeant-Major", einen "Furrier", vier "Sergeants", vier "Corporals", einen "Trumpeter" und mindestens fünfundachtzig "Troopers" - zusammen hundert Mann. Bei Waterloo lag die durchschnittliche Stärke einer Schwadron zu zwei Troops bei etwa hundertachtzig Mann; zwei bis vier Schwadronen bildeten ein Regiment, das von einem "Lieutenant-Colonel" kommandiert wurde, dem auch die Depot-Schwadron unterstand. Jede Schwadron führte eine Standarte, wobei die erste Schwadron die sogenannte "King´s Standard" (siehe dazu King´s Color) präsentierte, alle weiteren Schwadronen ein sogenanntes "Regimental guidon" (siehe dazu Regimental Color) zeigten.

Die Kavallerie-Regimenter der US-Army waren in der Regel in zehn bis zwölf Kompanien unterteilt, die (unter Ausnahme des Buchstabens "I") alphabetisch benannt - und nur in der Garnison bzw. während eines Feldzuges in Bataillone zusammengefasst wurden (kurios waren die ab 1864 in der konföderierten Kavallerie formierten "Q-Kompanien", deren Angehörige aufgrund fehlender Pferde zwar als Kavalleristen geführt jedoch einstweilig als Infanteristen eingesetzt wurden). Bis zur offiziellen Abschaffung der Bataillons-Ebene im Jahr 1862 bildeten regulär zwei Kompanien eine Schwadron, zwei Schwadronen wiederum ein Bataillon (wobei nach 1862 auch taktische Aufteilungen zu drei Kompanien vorkamen). Orientierte sich eine Dragoner-Kompanie der US-Kavallerie gliederungs-mäßig anfänglich am britischen Vorbild, so bewegte sich die etat-mäßige Soll-Stärke bei fünfundneunzig Mann: Neben dem "Captain" als Kompanie-Führer standen der "First Lieutenant" und der "Second Lieutenant" als Stellvertreter bzw. Zug-Führer. Dazu der "First Sergeant", ein "Quartermaster Sergeant", zwei "Cornetts", vier "Line Sergeants", acht "Corporals", zwei "Trumpeters", zwei "Farriers" (Sattler und Fahrer) und zweiundsiebzig "Privates". Dazu der Chirurg, der jedoch in der Regel als Nicht-Kombattant geführt wurde. Im Fall der Zusammen-Legung mehrerer Kompanien zu einer Schwadron bzw. zu einem Bataillon übernahm entweder der dienst-älteste Kompanie-Chef das Kommando oder das Regiment betraute einen Stabs-Offizier ab dem Rang eines Majors mit dem Ober-Befehl.

In der Gegenwart bezeichnet die Eskadron bzw. Schwadron in verschiedenen Armeen eine Teil-Einheit der (vorwiegend leichten) Panzer-Truppe bzw. der Marine oder der Luftwaffe in der ungefähren Stärke eines Bataillons (siehe auch Geschwader).


... siehe dazu übersichtlich: Truppen-Teile


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Taktisches Zeichen:

Siehe dazu ausführlich
► Taktische Zeichen

Symbol Kavallerie-Eskadron
Zeichen einer Schwadron
der ► Kavallerie

Simkin: Inniskilling
Schwadron in der Attacke
"6th Inniskilling Dragoons"
Gemälde von
► Richard Simkin
(Quelle: ► "armchairgeneral")

Butler: Scots Greys
Schwadron in der Attacke
"Waterloo (Scots Greys)"
Gemälde von
► Elizabeth (Thompson) Butler
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

US-Cavalry um 1855
US-Kavallerie um 1855,
aus der Uniform-Serie:
"Cavalry and Dragoons" von
Henry Alexander Ogden
(Quelle: ► "1st Cavalry Division")

US-Cavalry um 1867
"Get 'Em Boys!"
"7th US-Cavalry" um 1867
Gemälde von
Jerry Thomas
(Quelle: ► "Fort Wallace Museum")

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DEMNÄCHST im SHOP-ANGEBOT...

Vom Zug zur Kompanie; von der Kompanie zum Bataillon; vom Bataillon zum Regiment - errichten Sie ein eigenes Heer mit Figuren zu kleinsten Preisen und kommandieren Sie als Feldherr Armeen...

Intensive Recherchen, grafische und redaktionelle Arbeiten kosten Zeit - Software und Technik, Provider und Server-Leistung Geld. Zur Finanzierung des Projekts "Regiment-Index" bieten wir im Shop-Bereich ein stetig wachsendes Figuren-Sortiment ausgewählter Einheiten der Militär-Geschichte, die sorgsam recherchiert und mit zeitgenössischen Abbildungen belegbar sind. Jedes Figuren-Set veranschaulicht detailliert Fahnen und Waffen, Uniformen und Ränge. Die individuell posierenden Figuren können damit nicht nur zur Gestaltung eigener Dioramen verwendet werden; vielmehr bietet sich auch die Verwendung beim "Table-Top"-Spiel an: Hier können Figuren von "Regiment-Index" nicht nur den Spiel-Verlauf visualisieren; vielmehr können sie im Fall von "Gefangennahme" oder "Verlust" kosten-günstig und schnell ersetzt oder ergänzt werden.

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Grenadiere der sächsischen Leib-Grenadier-Garde (zur Regimentsgeschichte)


Leib-Grenadier-Garde
Karl Bernhard, Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach
Leib-Grenadier-Garde
Offizier & Fähnrich
Leib-Grenadier-Garde
Korporal & Trommler
Leib-Grenadier-Garde
Sergeant & Grenadier
Leib-Grenadier-Garde
Korporal & Grenadier

1729 im Auftrag des populären Kurfürsten Friedrich "der Starke" August I. von Sachsen nach Vorbild des preussischen Königs- oder Leib-Regiments (1806 Nr. 6) als Kampf-Einheit errichtet, erlebte das Regiment in seiner 120-jährigen Geschichte überraschende Wendungen: Kämpfte die Truppe im ersten Schlesischen Krieg noch an der Seite Preussens, stand es im zweiten Krieg um Schlesien als Verbündeter Österreichs gegen den ehemaligen Alliierten. Und zog die sächsische Armee im Jahr 1806 an der Seite der Preussen gegen die "Grande Armée", trat sie bereits im Dezember 1806 dem Rhein-Bund bei und stand dann auf Seiten Frankreichs als Besatzungs-Macht in Preussen. Und während die sächsische Armee noch während der Völkerschlacht bei Leipzig erneut die Front wechselte, deckte die sächsische Garde Napoleons Flucht aus Leipzig.

Die sächsische Leib-Grenadier-Garde wird demnächst um ein Set der sächsischen Linien-Infanterie und anderen Kontingenten der "Confédération du Rhin" verstärkt.

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Grenadiere vor dem Koenigsstein

Die sächsische "Leib-Grenadier-Garde" um 1812 vor der Festung Königstein (Montage; Bildquelle: Wikipedia)



DEMNÄCHST im PROJEKT...

Nach der dem LEXIKON vorangestellten Devise: "Vom großen Ganzen immer näher zum Detail" stellen wir unter der Rubrik PROJEKT die Ergebnisse unserer Recherchen vor:

Über die im LEXIKON zusammengefassten Inhalte bieten wir dem zeit- und/oder militär-historisch interessierten Besucher die Möglichkeit, mittels verlinkter Ober-Begriffe ausführliche Informationen zu erhalten. Schematisches Prinzip der Rubrik PROJEKT ist neben der territorialen oder zeithistorischen Ordnung die hierarchische Struktur bzw. die organisatorische Gliederung der jeweiligen Partei in der jeweiligen Epoche, wobei die hier integrierten Übersichten die jeweiligen Truppen- bzw. Waffen-Gattungen samt hier erfasster Verbände und Einheiten auflisten. Die hier gegebenen Links eröffnen letztendlich die Geschichten ausgewählter Regimenter in kompakter Form, ergänzt um diverse thematisch-relevante Bezüge, illustriert mit zeitgenössischen Abbildungen, wie das folgende Beispiel anschaulich demonstriert...

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Sachsen, Wappen der Wettiner

Wappen von Polen-Litauen unter Herrschaft Sachsens bis 1763

SACHSEN
Kurfürstentum & Königreich

Sachsen, Wappen der Wettiner
Wappen von Sachsen
v.l.n.r.: ab 1423, 1806, 1827, bis 1873
Sachsen, Wappen der Wettiner
Wappen des Königreichs von Sachsen von 1898 bis 1918


Regiment "Leibgrenadiergarde"

Leibfahne um 1815; Avers
Leib-Fahne um 1815
Avers-Seite

Das Regiment "Leibgrenadiergarde" war ein Infanterie-Regiment der sächsischen Armee, das der kurfürstlich-königlichen Garde angehörte.


Inhalts-Verzeichnis

HINWEIS: Zum Öffnen der Übersichten ist Java-Skript erforderlich.

lokaler Link Regiments-Daten

lokaler Link Kurz-Geschichte

lokaler Link Struktur, Gliederung und Standorte

lokaler Link Chefs und Kommandeure

lokaler Link Bewaffnung und Ausrüstung

lokaler Link Feldzüge, Schlachten und Gefechte

lokaler Link Links und Empfehlungen

lokaler Link Regiments-Geschichte (Teil 1; um 1756)

lokaler Link Regiments-Geschichte (Teil 2; um 1813)

lokaler Link Bilder-Sammlung

Leibfahne um 1815; Revers
Leib-Fahne um 1815
Revers-Seite



Regiments-Daten



offz. Bezeichnung:

"Leib-Grenadier-Garde"

Ordinärfahne um 1815; Avers
Ordinär-Fahne um 1815
Avers-Seite

weitere Bezeichnungen:

"Grenadier-Regiment des Königs"
"Grenadier-Garde"
"Provisorisches Garde-Regiment" (I. Bataillon)
"Leib-Infanterie-Regiment" (I. Bataillon)
"Infanterie-Garde-Division"

Spott-Name:

"Die Butter-Krebse"

Truppen-Gattung:

Infanterie

Waffen-Gattung:

Grenadiere

Status:

Garde-Einheit

errichtet:

1729

Vorgänger (Stamm):

aus Abgaben bestehender Infanterie-Regimenter

aufgelöst:

1848

Nachfolger (Tradition):

1. (Leib) Grenadier-Regiment Nr. 100



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Kurz-Geschichte



1729

... Oberst Graf Rutowsky errichtet aus Abgaben aller sächsischen Infanterie-Regimenter das "Grenadier-Regiment des Königs". Nach Vorbild des preussischen "Königs-Regiment" formiert, beträgt die etat-mäßige Stärke 1.512 Mann...

Friedrich August von Rutowski
Friedrich August von Rutowski
Gemälde von
Louis de Silvestre
Standort unbekannt
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Friedrich August I. von Sachsen
Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen, als August II. auch König von Polen
Gemälde von
Louis de Silvestre, im:
Schwedischen Nationalmuseum
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Friedrich August II. von Sachsen
Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen, als August III. auch König von Polen
Gemälde von
Louis de Silvestre, im:
Palastmuseum Wilanów
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Friedrich Christian I. von Sachsen
Kurfürst Friedrich Christian I. von Sachsen
Gemälde von
Anton Raphael Mengs, im:
Schloss Weesenstein
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

1730

... Fahnen-Verleihung anlässlich der Truppen-Schau des "Zeithainer Lagers" (31. Mai bis zum 28. Juni 1730); Rutowsky wird zum General-Major befördert und offiziell zum ersten Regiments-Kommandeur ernannt; König August II. (Friedrich August I. von Sachsen) übernimmt die Position des Regiments-Chefs, dem in dieser Position sämtliche Regenten Sachsens folgen...

1733

... nach dem Tod Augusts II. übernimmt dessen Sohn König August III. (Friedrich August II. von Sachsen) die Position des Regiments-Chefs...

1735

... Oberst Graf Sulkowsky, bis dahin Kommandeur des II. Bataillons, übernimmt das Regiment; Rutowsky wird zum General-Leutnant befördert und übernimmt die elitäre "Garde-Du-Corps"...

1737

... für den Krieg gegen die Türken (1636 bis 1639) wird das "Grenadier-Regiment des Königs" mit dem "Leib-Regiment Königin" (1806 Niesemeuschel) zur "Königlichen Leib-Garde zu Fuß" vereinigt...

1738

... Oberst Freiherr von Friesen übernimmt das Regiment...

1740

... Rutowsky, inzwischen zum General der Kavallerie befördert und zum Gouverneur von Dresden ernannt, übernimmt erneut das "Grenadier-Regiment des Königs", dass vom "Leib-Regiment Königin" wieder abgetrennt wird...

1741

... Erster Schlesischer Krieg (1740 bis 1742 - Sachsen ab 1741 auf Seiten Preussen, Bayerns und Frankreichs gegen Habsburg); Sachsen zielt auf die Eroberung Böhmens; das Dresdener Bataillon beteiligt sich u.a. an der Belagerung von Prag (Erstürmung am 26. November 1741)...

1743

... Umbenennung: das "Grenadier-Regiment des Königs" erhält die offz. Bezeichnung "Leib-Grenadier-Garde"...

1744

... Zweiter Schlesischer Krieg (1744 bis 1746 - Sachsen auf Seiten Habsburgs gegen Preussen); die "Leib-Grenadier-Garde" steht erstmals einheitlich als Regiment in der verlustreichen Schlacht von Kesselsdorf (15. Dezember 1745); zum Gedenken an die Schlacht entsteht der langsame Marsch der Kursächsischen Leib-Garde, bekannt als der "Kesselsdorfer Marsch"...

1746

... infolge der erheblichen Verluste wird die "Leib-Grenadier-Garde" mit den Grenadier-Kompanien "Hubertusburg" und (1747) "Sorau-Promnitz" aufgefüllt...

1754

... die "Leib-Grenadier-Garde" wird als Regiment zusammengezogen. Der Stab verbleibt in Meißen, jeweils zwei Kompanien werden nun in Meißen, Rosswein, Mittweida, Rochlitz und Frankenberg -, je eine Kompanie in Geithain und Leisnig ins Quartier gelegt. Zusätzlich zu den zwölf Kompanien werden zwei Elite-Kompanien Flügel-Grenadiere errichtet...

1756

... Siebenjähriger Krieg (1756 bis 1763 - Sachsen auf Seiten Habsburgs gegen Preussen); im Rahmen der Kapitulation von Struppen (Lager von Pirna) wird die sächsische Armee faktisch aufgelöst; bestehende Regimenter werden der preussischen Armee angeschlossen...

1763

... General-Leutnant Graf Brühl (Sohn des Premier-Ministers) übernimmt das Regiment...

1765

... General-Leutnant Alexander Jakob Lubomirski übernimmt das Regiment...

1798

... General-Leutnant Georg von Rechten übernimmt das Regiment...

1801

... General der Infanterie Anton Franz Herrmann von Lindt übernimmt das Regiment. Nach seinem Tod wird die Kommandeurs- bzw. Chef-Position als "vakant" (unbesetzt) ausgewiesen...

1806

... Vierter Koalitions-Krieg (1806 bis 1807 - Sachsen auf Seiten Preussens gegen Frankreich; ab Dezember 1806 als Mitglied des "Rhein-Bundes" auf Seiten Frankreichs gegen Preussen); das Regiment verbleibt in den Garnisonen...

1810

... Oberst Ernst von Warnsdorff übernimmt das Regiment; im Rahmen der Reorganisation der sächsischen Armee nach französischem Vorbild wird die "Leib-Grenadier-Garde" in Anlehnung an die "Grenadier-Garde des Kaisers" umstrukturiert; die Soll-Stärke beträgt somit "Prima plana" 2.004 Mann, wird jedoch mit 1.666 Mann angegeben...

1813

... die Bataillone kämpfen u.a. bei Großbeeren, Dresden und Dennewitz. Infolge des verlustreichen Feld-Zuges von 1813 werden die Reste des Regiments zum Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" zusammengefasst, das in der Völkerschlacht bei Connewitz eingesetzt wird und letztendlich Napoleons Flucht durch das Stadt-Zentrum von Leipzig sichert. Ein Detachement unter Oberstleutnant Heinrich Gottlob von Radeloff eskortiert König Friedrich August I. in die Kriegs-Gefangenschaft nach Berlin-Friedrichsfelde und dient dort als Ehren-Garde bis zu seiner Rückkehr am 7. Juni 1815...

1814

... nach dem Wechsel Sachsens auf die Seite der Alliierten wird das Bataillon "Leibgrenadiergarde" mit anderen Resten der sächsischen Infanterie zur Formierung des "provisorischen Garde-(Grenadier)-Regiments" verwendet...

1815

... das Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" wird I. Bataillon des neu formierten "Leib-Grenadier-Regiments"; die Soll-Stärke wird mit 1.536 Mann angegeben und schließlich auf die neue Etat-Stärke von 2.250 Mann erhöht...

1821

... das "Leib-Grenadier-Regiment" wird zum "Leib-Infanterie-Regiment" umstrukturiert. Ausgewählte Mannschaften des "Leib-Grenadier-Regiments" werden zur "Infanterie-Garde-Division" (eine Ehren-Formation von zwei Kompanien mit lediglich 370 Mann) abkommandiert...

1848

... infolge der revolutionären Unruhen wird die "Infanterie-Garde-Division" durch das s.g. "März-Kabinett" aufgelöst; die Mannschaften werden über die Truppe verteilt...

1867

... mit der Errichtung des "(Leib) Grenadier-Regiments Nr. 100" im Rahmen des Beitritts zum Norddeutschen Bund wird die Tradition der "Leib-Grenadier-Garde" wieder aufgenommen und teilweise fortgesetzt...



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Struktur, Gliederung und Standorte



Territorium um 1695
Personal-Union von Sachsen und Polen von 1695 bis 1763 (grün abgegrenzt)
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Territorium um 1752
Kurfürstentum Sachsen um 1752
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Thiele: Zeithainer Lager
"Lager bei Zeithain, 1730"
Gemälde um 1730, von
► Johann Alexander Thiele
Standort unbekannt
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Canaletto: Zwinger
"Dresden - Zwingerhof, von den Festungswerken aus gesehen"
Gemälde um 1752, von
► Bernardo Bellotto (auch Canaletto genannt), in
Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden
(Quelle: ► Zeno.org)

Canaletto: Warschau
"Blick auf Warschau, vom Praga-Ufer aus gesehen"
Gemälde um 1770, von
► Bernardo Bellotto (auch Canaletto genannt), im
Königs-Schloss zu Warschau
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Territorium um 1806
Territorium von Sachsen um 1806
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Meissen um 1820
"Meißen - Blick auf die Albrechtsburg und die alte Elbbrücke"
Gemälde etwa um 1820
unbekannter Künstler
Privat-Besitz
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Territorium um 1895
Territorium von Sachsen um 1895
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

1729 - als "Grenadier-Regiment des Königs"

Struktur:

Regiment zu zwei Bataillone
Bataillon zu sechs Kompanien
(aber auch drei Bataillone zu je vier Kompanien)

Gesamt-Stärke:

1.512 Soldaten und Offiziere
123 Soldaten und Offiziere pro Kompanie

Gliederung:

Regiment zu zwölf Kompanien Grenadiere

Stab

1 Oberst
2 Oberstleutnants
2 Majore
2 Adjutanten
1 Auditeur (Militär-Jurist)
1 Quartier-Meister
1 Regiments-Feldscher
1 Regiments-Knecht

Regiments-Musik

1 Tambour
16 Hautboisten

jede Kompanie

1 Stabs-Kapitän
1 Kapitän des Armes
1 Premier-Leutnant
2 Sous-Leutnants
1 Fahnen-Junker (Offiziers-Anwärter)
3 Sergeanten
6 Korporale
1 Gefreiten-Korporal
99 Grenadiere
1 Waffen-Meister
1 Querpfeifer
3 Trommler
2 Zimmerleute (später Sappeure)
1 Feldscher
1 Fourier für die Kompanie-Bagage

Standorte:

Stab in Meißen
ein Bataillon in Warschau
ein Bataillon um Dresden; je eine Kompanie in Mittweida und Rochlitz, Rosswein und Frankenberg, Geithain und Leisnig

1754 - als "Leib-Grenadier-Garde"

Struktur:

Regiment zu zwei Bataillone
Bataillon zu sechs Kompanien Grenadiere und eine Kompanie Flügel-Grenadiere (Elite)

Gesamt-Stärke:

1.684 Soldaten und Offiziere

Gliederung:

Regiment zu vierzehn Kompanien Grenadiere

Standorte:

Stab in Meißen
zwei Kompanien in Meißen, Mittweida, Rochlitz, Rosswein und Frankenberg, je eine Kompanie in Geithain und Leisnig, die Flügel-Grenadiere mit bislang unbekannten Standorten

1806 - als "Leib-Grenadier-Garde"

Struktur:

Regiment zu zwei Bataillone
Bataillon zu vier Kompanien

Gesamt-Stärke:

1.666 Soldaten und Offiziere
203(,5) Soldaten und Offiziere pro Kompanie
(1 Chirurg für zwei Kompanien)

Gliederung:

Regiment zu acht Kompanien Grenadiere

Stab

1 Oberst
2 Oberstleutnants
2 Majore
2 Adjutanten
2 Fahnen-Junker
1 Auditeur (Militär-Jurist)
1 Quartier-Meister
2 Regiments-Chirurgen
1 Regiments-Profoß mit Knecht
1 Büchsen-Macher
1 Büchsen-Schäfter

Regiments-Musik

1 Tambour
20 Hautboisten

jede Kompanie

1 Kapitän
3 Leutnants
1 Feldwebel
2 Sergeanten
10 Korporale
180 Grenadiere
3 Trommler
2 Sappeure)
1 Fourier für die Kompanie-Bagage
1 Feldscher für zwei Kompanien

Standorte:

siehe oben

1810 - als "Leib-Grenadier-Garde" (nach Vorbild der Grenadiere der Kaiser-Garde)

Struktur:

Regiment zu zwei Bataillone
Bataillon zu vier (angestrebt acht) Kompanien

Gesamt-Stärke (Prima Plana):

2.004 Soldaten und Offiziere (Ist-Stärke 1.666 Mann)
121 Soldaten und Offiziere pro Kompanie

Gliederung:

Regiment zu acht (angestrebt sechzehn) Kompanien Grenadiere

Stab

1 Oberst
1 Oberstleutnant als Stellvertreter
3 Majore
6 Adjutanten
2 Fähnriche (Leib- und Ordinär-Fahne)
2 Sergeanten als Fahnen-Eskorte
3 Chirurgen

Regiments-Musik

1 Chef du Musique
1 Tambour-Major
3 Caporaux-Tambours
46 Musiker

jede Kompanie

1 Capitaine
1 Lieutenant
1 Sous-Lieutenant
1 Sergeant-Major
4 Sergeanten
8 Korporale
100 Grenadiere
2 Sappeure
1 Fourier
2 Trommler

Standort:

Stab und alle Kompanien in Dresden garnisoniert

1814 - als "(Leib) Grenadier-Regiment" in Flandern

Struktur:

Regiment zu drei Bataillone
Bataillon zu vier Kompanien

Gesamt-Stärke (Prima Plana):

2.250 Soldaten und Offiziere
121 Soldaten und Offiziere pro Kompanie

Gliederung:

Regiment zu zwölf Kompanien Grenadiere

Standort:

Ath bei Lüttich (Flandern)

1821 - als "Infanterie-Garde-Division"

Struktur:

nicht gegeben

Gesamt-Stärke:

370 Soldaten und Offiziere
182 Soldaten und Offiziere pro Kompanie

Gliederung:

"Division" zu zwei Kompanien (bzw. zwei Pelotons)

Stab

1 Stabs-Offizier
1 Wirtschafts-Sekretär
1 Ober-Wundarzt
1 Kompanie-Arzt
2 Fouriers

Regiments-Musik

nicht gegeben

jede Kompanie

1 Hauptmann, erster oder zweiter Klasse
3 Leutnants (in versch. Rängen)
1 Fähnrich
1 Feldwebel
2 Sergeanten
10 Korporale
4 Gefreite
156 Grenadiere
3 Trommler
1 Fourier für die Kompanie-Bagage

Standort:

Garnison in Dresden



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Chefs und Kommandeure



Jahr

Chef

Kommandeur

Friedrich August III. von Sachsen
Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen, ab 1806 König Friedrich August I. von Sachsen (in Regiments-Uniform)
Gemälde von
Carl Christian Vogel von Vogelstein in
Galerie Neue Meister, Dresden
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Karl Bernhard von Sachsen-Weimar
Prinz Karl Bernhard von Sachsen-Weimar-Eisenach (in Regiments-Uniform)
Gemälde von
► Rudolph Suhrlandt, in:
Klassik Stiftung Weimar
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Anton I. von Sachsen
König Anton I. von Sachsen (in Regiments-Uniform)
Gemälde von
► Carl Christian Vogel von Vogelstein im
Stadtgeschichtlichen Museum, Leipzig
(Quelle: ► Objektdatenbank des Museums)

Friedrich August II. von Sachsen
König Friedrich August II. von Sachsen
Gemälde von
► Carl Christian Vogel von Vogelstein
Standort unbekannt
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

1729 - als "Grenadier-Regiment des Königs"

1729

Kurfürst
Friedrich August I. von Sachsen
(1670 – 1733)

Generalmajor
Friedrich August von Rutowski
(1702 – 1764)

1733

Kurfürst
Friedrich August II. von Sachsen
(1696 – 1763)

~

1735

~

Oberst
Alexander Józef Sułkowski
(1695 – 1762)


1737 - als "Königliche Leib-Garde zu Fuß"

1738

~

Oberst
Heinrich Friedrich von Friesen
(1681 – 1739)

1739

~

Generalleutnant
Friedrich August von Rutowski
(1702 – 1764)


1740 - als "Grenadier-Regiment des Königs"

~

~


1743 - als "Leib-Grenadier-Garde"

1753

~

Generalmajor
Friedrich Christoph zu Solms-Wildenfels
(1712 - 1792)

1763

Kurfürst
Friedrich Christian I. von Sachsen
(1722 – 1763)

~

1763

Kurfürst
Friedrich August III. von Sachsen
(1750 – 1827; ab 1806 König
Friedrich August I. von Sachsen)

Generalleutnant
Carl Adolph von Brühl
(1742 – 1802)

1765

~

Generalleutnant
Alexander Jakob Lubomirski
(1685 – 1772)

1772

~

bis 1789 bislang keine Quelle verfügbar

1789

~

Oberst
Georg von Rechten
(1730 – 18??)

1801

~

General der Infanterie
Anton Franz Herrmann von Lindt
(1730 – 1805)

1805

~

vakant

1807

~

Oberstleutnant
Friedrich Ernst von Dressler
(17?? – 18??)

1810

~

Oberst
Heinrich Ernst August von Warnsdorff
(1753 – 18??)


1813 - in den Feldzügen bis September

1813

~

I. Bataillon (im VII. Korps):
Major
Heinrich Erdmann Gottlieb von Jeschky
(17?? - 1860)
II. Bataillon/1. Abteilung:
Leibwache des Königs
Oberstleutnant
Heinrich Gottlob von Radeloff
(1758 – 18??)
II. Bataillon/2. Abteilung:
Festung Königstein
Generalmajor
Heinrich Ernst August von Warnsdorff
(1753 – 18??)


1813 - September, als Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" in der Garde des Kaisers

1813

~

Major
Heinrich Erdmann Gottlieb von Jeschky
(17?? - 1860)


1814 - als provisorisches "Garde-(Grenadier)-Regiment" (I. Bataillon)

1814

~

Oberst
Prinz Bernhard von Weimar
(1792 – 1862)


1815 - als Regiment "(Leib) Grenadier-Garde" (I. Bataillon)

1815

~

Oberst
Heinrich Gottlob von Radeloff
(1758 – 18??)

1819

~

Oberst
Thomas von Wolan
(17?? – 18??)


1821 - als "Infanterie-Garde-Division" zu zwei Kompanien

1821

~

bislang keine Quelle verfügbar

1827

König
Anton I. von Sachsen
(1755 – 1836)

bislang keine Quelle verfügbar

1836

König
Friedrich August II. von Sachsen
(1797 – 1854)

bislang keine Quelle verfügbar

1837

~

Oberst
Johann Thim Maximilian von Dallwitz
(17?? - 18??)

1837

~

Major
Friedrich Otto von Goldacker
(1792 - 1840)

1841 (?)

~

Oberstleutnant
Curt Detlev von Einsiedel
(1787 - 1849)

1843 (?)

~

Major
Johann Carl Otto von Dallwitz
(1791 - 1872)



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Bewaffnung und Ausrüstung



sächsische Waffen
sächsische Waffen (Montage)
Von oben nach unten:
Parthen-Bajonett um 1700,
Offiziers-Degen um 1700,
Suhler Gewehr um 1700,
Pistole um 1710,
Offiziers-Degen "Garde",
Infanterie-Gewehr M/1729,
Grenadier-Säbel M/1729,
Löwenkopf-Säbel um 1800,
Offiziers-Degen M/1790,
Infanterie-Gewehr M/1809,
Dillen-Bajonett M/1809,
Grenadier-Säbel M/1800

(zu ausführlichen Angaben und Erklärungen, Daten und Quellen siehe
► "KOMPENDIUM der WAFFEN-KUNDE", Sachsen)

1729 - als "Grenadier-Regiment des Königs"

Offiziere:

Degen für Offiziere der Garde M 1730
"erleichtertes" Gewehr M 1724 mit Parthen-Bajonett

Unteroffiziere:

Grenadier-Pallasch M 1729
Pistole für Unteroffiziere M 1729
"erleichtertes" Gewehr M 1724
Tüllen-Bajonett (?)

Mannschaften:

Grenadier-Pallasch M 1729
Infanterie-Gewehr M 1729 "Flinte Suhler Facon"
Tüllen-Bajonett (?)

1744 - als "Leib-Grenadier-Garde"

Offiziere:

Degen für Offiziere der Garde M 1730 (?)
Dragoner-Gewehr M 1745 mit Parthen-Bajonett (?)

Unteroffiziere:

Grenadier-Pallasch M 1729 (?)
Pistole für Unteroffiziere und Artilleristen M 1742 und 1768 (?)
Dragoner-Gewehr M 1744
Tüllen-Bajonett (?)

Mannschaften:

Grenadier-Pallasch M 1729 (?)
Infanterie-Gewehr M 1778 "Alt-Suhler Gewehr"
Dillen-Bajonett (?)

1810 - als "Leib-Grenadier-Garde"

Offiziere...

... zu Pferd: Löwenkopf-Säbel
... zu Fuss: Degen für Offiziere der Garde M 1790

Unteroffiziere:

"Sergeanten-Säbel" (?)
Dragoner-Gewehr M 1745/85 (?)

Mannschaften:

Grenadier-Pallasch M 1800
Infanterie-Gewehr M 1809 "Neu-Suhler Gewehr"
Dillen-Bajonett M 1809

1815 - als Regiment "(Leib) Grenadier-Garde" (I. Bataillon)

... für den Zeitraum nach 1815 bis 1848 wurden bislang keine Quellen ausgemacht.



... für die in Frage (?) gestellten Angaben sind bislang keine gesicherten Quellen verfügbar.

Die angegebenen Typen bzw. Modelle benennen die zur Zeit verbreiteten Waffen.



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Feldzüge, Schlachten und Gefechte



Schnell-Navigation

lokaler Link Belagerung von Danzig, 30.06.1734

lokaler Link Gefecht bei Radojewatz, 28.09.1737

lokaler Link Belagerung von Prag, 26.11.1741

lokaler Link Schlacht bei Kesselsdorf, 15.12.1745

lokaler Link Belagerung von Pirna, 01. bis 13.10.1756

lokaler Link Schlacht bei Wagram, 05./06.07.1809

lokaler Link Schlacht bei Reichenbach, 22.05.1813

lokaler Link Schlacht bei Großbeeren, 23.08.1813

lokaler Link Schlacht um Dresden, 26./27.08.1813

lokaler Link Schlacht bei Dennewitz, 06.09.1813

lokaler Link Völkerschlacht bei Leipzig, 16. bis 19.10.1813

lokaler Link Belagerung von Torgau, 03. bis 14.11.1813




Feldzug - Jahr und Datum

Schlachten, Gefechte oder Scharmützel


Polnischer Thronfolge-Krieg von 1733 bis 1738

1734, 30.06.

Belagerung und Kapitulation von Danzig


Mit dem Tod des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen (1670 – 1733), besser bekannt als "der Starke" und ab 1697 (mit Unterbrechung von 1705 bis 1709) als August II. auch gewählter König von Polen, entwickelte sich aus dem Streit der polnischen Magnaten um die Nachfolge auf dem Warschauer Thron ein Bürger-Krieg, der durch die Interessen ausländischer Mächte zu einem blutigen Krieg an mehreren Fronten angeheizt wurde: Russland und Österreich, die in Sachsen einen Verbündeten gegen die am Balkan und am Schwarzen Meer drohenden Türken sahen (das Gebiet von Galizien, Wolhynien und Podolien, heute Teil der Ukraine, gehörte von 1569 bis zur ersten Teilung Polens 1772 zu Polen-Litauen und unterstand somit der Personal-Union zwischen Polen und Sachsen) unterstützten den von den "republikanisch-konföderiert" gesinnten Polen gewählten sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. - Frankreich, dem an einem Erstarken des von den Habsburgern geführten "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen" nicht gelegen war, stellte sich auf die Seite des von den "national-konföderiert" gesinnten Polen gewählten Königs Stanislaus Leszczynski (1677 - 1766, Schwiegervater des französischen Königs). Als dieser vor den russischen Truppen Anfang des Jahres 1734 nach Danzig floh, dort Hilfe von einer in Aussicht stehenden französischen Flotte erwartete, nahm die russische Armee am 22. Februar die Belagerung der alten Hanse-Stadt auf. Anfang Mai verstärkten sächsische Truppen unter General Johann Adolf II. von Sachsen-Weißenfels (1685 - 1746) den Belagerungsring.

Ob das Warschauer Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde" diesem Korps angehörte oder sich bereits schon vorher den verbündeten Russen angeschlossen hatte, ist bislang nicht geklärt. Belegbar ist jedoch, dass das Bataillon bei der Kapitulation von Danzig am 30. Juni anwesend war und sich am anschließenden Feldzug gegen die polnischen Rebellen in Klein-Polen beteiligte.


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Belagerung von Danzig
Beginn des Bombardements von Danzig am 21. März 1734
niederländischer Stich, unbekannter Künstler im
National-Museum Krakow
(Quelle: ► Online-Sammlung des National-Museums Krakow)

Russisch-Türkischer Krieg von 1736 bis 1739

1737, 28.09.

Gefecht bei Radojewatz


Wiederholte Einfälle der Krim-Tataren, Vasallen des Osmanischen Reiches, führten im Frühjahr 1736 zur Offensive russischer Truppen, die erst einmal mit der zeitweiligen Besetzung -, 1774 mit der faktischen Eroberung der strategisch wichtigen Halb-Insel endeten. Ziel der russischen Operation war die Ausdehnung des Reiches bis zur Dnestr (russ.: Днестр), der die neue Grenze zu den osmanischen Vasallen-Staaten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine werden sollte.

Parallel zum russischen Feldzug eröffneten die mit Russland verbündeten Österreicher einen Angriff zur Eroberung der osmanischen Provinz Bosnien. Ein türkischer Gegen-Angriff, der überraschend aus der osmanischen Provinz Serbien geführt wurde, zielte auf das "Burgenland" (heute teilweise Ungarn) und stellte somit eine neuerliche Bedrohung für die Habsburger Residenz-Stadt Wien dar.

Zweck-Bündnisse der polnisch-litauisch-ukrainischen Magnaten bzw. Woiwoden mit dem Osmanischen Reich, das auf dem Gebiet der heute westlichen Ukraine eine Reihe von Festungen unterhielt, verwickelten im Jahr 1737 auch Sachsen in den Konflikt, dessen Kurfürst Friedrich August II. als August III. König von Polen war. Aus welchen Gründen er jedoch seinem General Moritz Friedrich von Milckau (16?? - 1740) zur Order gab, ein eiligst zusammengestelltes kurfürstlich-sächsisches Korps von rund sechstausend Mann nicht in die östlichen Unruhe-Provinzen bzw. an die polnisch-osmanische Dnestr-Grenze zu führen, sondern befahl, die Österreicher an der Donau zu unterstützen und somit zur Sicherung der österreichisch-osmanischen Grenze beizutragen, ist umstritten. Historisch belegt ist jedoch, dass das sächsische Hilfs-Korps im Sommer 1737 im österreichischen Lager von Radojewatz (heute Radujevac, Serbien, nahe der Mündung des Timok in die Donau) eintraf und hier am 28. September 1737 zusammen mit dem Korps des österreichischen Feldmarschalls Ludwig Andreas von Khevenhüller (1683 - 1744) den Angriff des türkischen Heeres zurückschlagen konnte.

Teil des sächsischen Hilfs-Korps war neben dem Dragoner-Regiment "Chevalier de Saxe" das "Grenadier-Regiment des Königs" (ab 1743 "Leib-Grenadier-Garde"), das für diesen Feldzug mit dem "Leib-Regiment Königin" (1806 Niesemeuschel) zur "Königlichen Leib-Garde zu Fuß" vereinigt worden war. Für weitere Beteiligungen des sächsischen Hilfs-Korps an Schlachten oder Gefechte wurden bislang keine Quellen ausgemacht...


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Karte von Polen im XVIII. Jahrhundert
Karte von Polen im XVIII. Jahrhundert
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Karte des Feldzuges, 1736
Karte des russischen Feldzugs zwischen Don und Dnjepr, 1736/37
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Karte von Radojewatz, 1737
Karte des türkischen Angriffs auf das Lager von Radojewatz, 1737
(Quelle: ► Deutsche-Digitale-Bibliothek, Hessisches Staatsarchiv Marburg)

Erster Schlesischer Krieg von 1740 bis 1742

1741, 26.11.

Belagerung und Eroberung von Prag


Sachsen zielt an der Seite Preussens auf die Eroberung Böhmens. Teil des sächsischen Kontingents in der französisch-bayrisch-sächsischen Armee ist auch das Dresdener Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde".


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Zweiter Schlesischer Krieg von 1744 bis 1745

1745, 15.12.

Schlacht bei Kesselsdorf


Sachsen auf Seiten Habsburgs gegen Preussen. In der blutigen Schlacht vor den Toren Dresdens hat auch die "Leib-Grenadier-Garde", hier erstmals im Regiments-Verband, schwere Verluste zu beklagen: Das Regiment stand auf dem von Generalleutnant von Jasmund (???? - ????) und Generalmajor von Neubaur (???? - 1745) geführten linken Flügel der sächsisch-österreichischen Aufstellung nahe Kesselsdorf, wo sie erst von der eigenen fliehenden Kavallerie unter Generalleutnant von Arnstedt (???? - ????) niedergeritten -, dann - neu geordnet und noch einmal zum Gegen-Angriff geführt - jedoch von allen Seiten angegriffen und unter hohen Verlusten zerschlagen wurde.

Infolge der verheerenden Niederlage der sächsischen Armee zogen die Preussen am 17. Dezember in Dresden ein, wo am 25. Dezember das Ende des zweiten Krieges um Schlesien vereinbart wurde. Im Gedenken an die Opfer der Schlacht vor den Toren Dresdens entstand der langsame Marsch der Kursächsischen Leibgarde, genannt der "Kesselsdorfer Marsch".


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Schlacht bei Kesselsdorf
Der "Alte Dessauer" vor der Schlacht bei Kesseldorf
unbekannter Künstler
Standort: Marienkirche Dessau

Siebenjähriger Krieg von 1756 bis 1763

1756, 01. bis 13.10.

Belagerung von Pirna

Kapitulation von Struppen (16.10.)


Mit dem überraschenden Angriff und dem schnellen Vormarsch der Preussen wurde gleich zu Beginn des Siebenjährigen Krieges die sächsische Armee im Sammel-Lager von Pirna eingeschlossen und auf Grund vollkommen unzureichender Verpflegungs- und Munitions-Reserven zur Kapitulation gezwungen. Während sich diverse sächsische Regimenter gemäss den Kapitulations-Vereinbarungen der preussischen Armee anzuschließen hatten, wurden die Mannschaften der "Leib-Grenadier-Garde" über verschiedene Regimenter verteilt; die Garde somit aufgelöst.


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Canaletto: Pirna
"Blick über Pirna und die Festung Sonnenstein"
Gemälde um 1750, von
► Bernardo Bellotto (auch Canaletto genannt), in der
Eremitage, Sankt Petersburg
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Koalitions-Kriege (auch Napoleonische Kriege) von 1792 bis 1815

1809, 05./06.07.

Schlacht bei Wagram


Für den Feldzug gegen Österreich hatte Sachsen als Mitglied des "Rhein-Bundes" ein eigenes Kontingent zu stellen, das als IX. Korps in die "Grande Armée" eingereiht und unter den Befehl von Marschall Jean-Baptiste Bernadotte (1763 - 1844) gestellt wurde. Teil dieses Korps war auch ein Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde", das in der 1. sächsischen Infanterie-Division des Generalleutnants Joachim Friedrich Gotthelf von Zezschwitz (1740 - 1820) stand, da der Brigade des Generalmajors Friedrich Georg von Hardtitzsch (1747 - 1809) zugeteilt war und u.a. auch an der Belagerung von Linz (17. Mai 1809), dem Gefecht von Dornach (17./18. Mai 1809) und den Donau-Brücken bei Nussdorf (22. Mai 1809) beteiligt war.

In der unübersichtlichen und lange unentschiedenen Schlacht von Wagram stand das sächsische Korps auf der linken Seite des Zentrums der französischen Aufstellung und somit direkt in den schweren Kämpfen an der Brücke über den Russbach bei Wagram gegen das Korps des österreichischen Feldmarschalls Heinrich Joseph Johann Graf Bellegarde (1756 - 1845) und das Grenadier-Korps des Feldmarschall-Leutnants Johann Joseph Fürst von Liechtenstein (1760 - 1836). Tragischerweise wurden die Sachsen auf Grund ihrer weißen Uniformen wiederholt mit den Österreichern verwechselt und so bspw. im Kampf um das Dorf Aderklaa von Teilen der französischen Armee, die eigentlich zur Unterstützung der Sachsen beordert worden waren, angegriffen und erlitten im Kreuz-Feuer schwere Verluste.


... siehe dazu ausführlich externer Link Napoleon, His Army and Enemies...


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Karte von Wagram, 1809
Karte der Schlacht von Wagram, 1809
(Quelle: ► napoleon-monuments.eu)
Adam: Wagram
"Schlacht bei Wagram"
Gemälde von Emil Adam (1843 - 1924)
Standort unbekannt
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Befreiungskriege von 1813

1813, 22.05.

Schlacht bei Reichenbach (I. Bataillon)


Nach dem katastrophalen Russland-Feldzug von 1812 glaubten die seit dem 27. Februar 1813 (Vertrag von Kalisch) verbündeten Armeen von Russland und Preussen an einen schnellen Sieg über die Reste der "Grande Armée". Um so überraschter waren die Alliierten, dass es Napoleon in relativ kurzer Zeit gelang, die westlich der Elbe stehenden französischen Reserven und die verbliebenen Besatzungs-Kontingente des "Rhein-Bundes" zusammenzuziehen, darüber hinaus neue Rekruten auszuheben und somit neue Verbände aufzustellen. Unter der strategischen Zielsetzung, die Elbe-Grenze samt den rückwärtigen Verbindungen mit allen Mitteln zu halten, somit einen Abfall oder gar einen Übertritt der deutschen Verbündeten zu verhindern, gleichzeitig Österreich davon abzuhalten, sich der neuen Koalition anzuschließen, blieb Napoleon einzig die taktische Direktive, die russisch-preussischen Koalitions-Armeen auf preussischen Boden schnell und wuchtig anzugreifen, nach Möglichkeit vernichtend zu schlagen, anschließend Preussen exemplarisch abzustrafen, um somit besonders seinen sächsischen Verbündeten eine deutliche Warnung zukommen zu lassen: Diese beabsichtigten laut der Geheimen Wiener Konvention vom 20. April 1813 auf die Seite Österreichs zu wechseln.

Die Schlacht von Großgörschen (2. Mai 1813) vereitelte die sächsisch-österreichischen Bündnis-Pläne: Napoleon hatte die Schlacht gewonnen, die russisch-preussische Feldarmee des oberkommandierenden Generalleutnants Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein (1769 - 1842) und die Armee des Generals der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819) waren über die Elbe-Grenze zurückgedrängt, und Österreich zog seine Bereitschaft zurück, sich auf Seiten der russisch-preussischen Allianz am Krieg der inzwischen sechsten Koalition gegen Frankreich zu beteiligen.

Am 8. Mai 1813 erteilte der sächsische König Friedrich August I. (1750 – 1827) seiner reorganisierten Armee den Befehl, sich wieder in die "Grande Armée" einzureihen.

Die Reste der sächsischen Kontingente, die als VII. Korps unter Befehl des französischen Generals Jean Louis Ebenezer von Reynier (1771 - 1814) den Feldzug überlebt hatten (rund sechs- von vormals siebenundzwanzig-tausend Soldaten), waren im Zeitraum Februar bis März 1813 in der Festung Torgau gesammelt und mit neu ausgehobenen Rekruten aufgefüllt -, aus den Beständen der Festungs-Arsenale neu bewaffnet, uniformiert und ausgerüstet worden und zählten im Frühjahr 1813 rund fünfzehntausend Mann. Dieser Verband, der in der Armee Napoleons einstweilig als "Königlich sächsisches Korps" geführt wurde, hatte den aus Frankreich und Italien, Polen und den Rheinländern herangeführten Verstärkungen, die im Großraum Leipzig gesammelt wurden, nichts entgegenzusetzen. Auch hatte Napoleon für den Fall einer Verweigerung oder gar eines Übertritts der Sachsen angekündigt, das gesamte Land zur Plünderung freizugeben...

Zusammen mit einer französisch-würzburger Division bildete das "Königlich sächsische Korps" erneut das VII. Korps; erneut übernahm General Reynier das Kommando und - zum Verdruss vieler Sachsen - auch das Kommando über die sächsische Festung Torgau, wo am 13. Mai der Abmarsch in Richtung Bautzen begann. Hier trafen die Sachsen am Nachmittag des 21. Mai ein und wurden umgehend damit beauftragt, die an diesem Tag erneut geschlagenen Verbündeten zu verfolgen.

Teil des "Königlich sächsischen Korps", das von Generalleutnant Heinrich Wilhelm von Zeschau (1760 - 1832) befehligt wurde, war auch das I. Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde", das in der 1. sächsischen Division unter Oberst Friedrich August Wilhelm von Brause (1769 - 1836) stand. Das Korps traf am 22. Mai auf die Arrière-Garde der Alliierten, die vom 2. russischen Infanterie-Korps unter dem in russischen Dienst stehenden Generalleutnant Eugen Friedrich von Württemberg (1788 - 1857) und dem alliierten Korps des Generalleutnants Michail Andrejewitsch Miloradowitsch (1771 - 1825) gestellt wurde. Die Kämpfe um den sogenannten Töpferberg entwickelten sich zu einer blutigen Abwehr-Schlacht, die sich bis zum 23. Mai und bis nach Markersdorf hinzog, jedoch den geordneten Rückzug der alliierten Armeen auf Görlitz ermöglichte. Über Einsätze der "Leib-Grenadier-Garde" während der Schlacht bzw. hier erfahrene Verluste wurden bislang keine Quellen ausgemacht...


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Karte von Reichenbach, 1813
Karte der Schlacht von Reichenbach, 1813
(Quelle: ► encyclopedia.mil.ru)
Festung Torgau, 1813
Karte der Festung Torgau, 1813
(Quelle: ► encyclopedia.mil.ru)
Reichenbach (unbekannt)
"Schlacht bei Reichenbach"
Künstler unbekannt
Standort unbekannt
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

1813, 23.08.

Schlacht bei Großbeeren (I. Bataillon)


Nach dem katastrophalen Russland-Feldzug von 1812 und den im Frühjahrs-Feldzug von 1813 nur unter hohen Verlusten gewonnen Schlachten von Großgörschen (2. Mai 1813) und Bautzen (20./21. Mai 1813) waren die Reste der sächsischen Armee während des Waffenstillstands von Pläswitz - geschlossen am 4. Juni und bis zum 10. August vereinbart - mit neuerlichen Aushebungen verstärkt und zu zwei sogenannten "schnell beweglichen Divisionen" umgegliedert worden. Als VII. Korps (bestehend aus zwei Infanterie-Divisionen, einer Kavallerie- und einer Artillerie-Brigade) und Teil-Verband der zwischenzeitlich wieder auf über vierhunderttausend Mann angewachsenen "Grande Armée" wurden die Sachsen im August 1813 erneut dem Befehl des französischen Generals Jean Louis Ebenezer von Reynier (1771 - 1814) unterstellt und der "Armée de Berlin" des französischen Marschalls Charles Nicolas Oudinot (1767–1847) zugeteilt. Nach einer Parade zu Ehren von Napoleons 44. Geburtstag am 15. Mai marschierte das etwa vierundzwanzigtausend Mann starke Korps - flankiert vom IV. (mehrheitlich von Italienern gebildeten) Korps im Osten und dem XII. (überwiegend aus Franzosen bestehenden) Korps im Westen - von Görlitz über Baruth mit dem Ziel auf die preussische Hauptstadt, wurde jedoch bereits ab Höhe des Nuthe-Grabens in mehrere kleine Marsch-Gefechte verwickelt: Genannt sein hier Nunsdorf (21. August), Wendisch- oder Märkisch-Wilmersdorf und Wietstock (22. August).

Am späten Nachmittag des 23. August trafen die Avant-Garden des VII. Korps auf die Vorposten des III. preussischen Armee-Korps unter Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Bülow (1755 - 1816), die das Dorf Großbeeren an der Landstraße über Heinersdorf (wo das Gros des preussischen Korps lagerte), Mariendorf, Tempelhof nach Berlin besetzt hielten. Zwar gelang es den an Mannschaften und Kanonen weit überlegenen Sachsen, die preussische Besatzung innerhalb einer Stunde aus der Ortschaft zu treiben, doch hatte der Gefechts-Lärm trotz eines heftigen Unwetters die etwa drei Kilometer entfernt stehende Hauptmacht des III. Korps alarmiert. Im strömenden Regen setzten sich die etwa vierzigtausend Preussen in Bewegung, erreichten nach etwa einer Stunde Eilmarsch das Dorf Großbeeren, wo sie auf die bereits biwakierenden Sachsen trafen. Die sich dann entwickelnde Schlacht wurde von einer massiven Kanonade eröffnet, doch war auf beiden Seiten wetterbedingt nur wenig trockenes Schieß-Pulver verfügbar. In erbitterten Nah-Kämpfen, geführt mit Bajonett, Kolben und Säbel, wurden die sächsischen Divisionen gegen Abend zum Rückzug gezwungen.

Das I. Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde" (einige Quellen erwähnen hier eine Stärke von zehn Kompanien), das eigentlich das Nacht-Quartier Reyniers in Großbeeren decken sollte, stand in der Division des sächsischen Generalmajors Carl Ludwig Sahrer von Sahr (1761 - 1823), da in der mobilen Brigade des Generalmajors Alexander Ferdinand von Mellentin (1759 - 1823) und bei Großbeeren auf dem rechten Flügel nahe der nord-westlichen Dorf-Grenze und somit der 5. Brigade des Obersten Karl August Adolf von Krafft (1764 - 1840) gegenüber. Mit gefällten Bajonetten versuchten sie den wütenden und legendär gewordenen Angriff des 1. pommerschen Landwehr-Infanterie-Regiments abzuwehren: Preussische Quellen beschreiben, dass die pommerschen und bald folgenden neumärkischen Landwehr-Männer die sächsischen Gardisten mit den Kolben ihrer Gewehre in die Flucht prügelten - sächsische Quellen schildern, dass die Grenadiere ohne Verluste den geordneten Rückzug der sächsischen Armee deckten...

Mit dem massiven Schlag gegen das Zentrum von Oudinots "Berlin-Armee" war nicht nur Napoleons Plan, die preussischen Residenz-Städte Berlin und Potsdam zu erobern, erst einmal vereitelt. Vielmehr standen die ursprünglich flankierenden und infolge des eingeleiteten Rückzugs der Sachsen nunmehr voneinander getrennt stehenden Marsch-Kolonnen des IV. und XII. Korps vor der Gefahr, von den langsam aber stetig anrückenden Korps der alliierten "Nord-Armee" des ehemaligen französischen Marschalls Jean-Baptiste Bernadotte (1763 - 1844, seit 1810 als Karl XIV. Johann König - ad interim - von Schweden, ab 1812 auf Seiten der Alliierten) einzeln angegriffen und aufgerieben zu werden.

Mit dem Ziel, sich mit den französisch-italienisch-westfälischen Truppen von Eugène-Rose de Beauharnais (1781 - 1824, Vize-König von Italien und Stiefsohn Napoleons) zu vereinen, leitete Oudinot den einstweiligen Rückzug in Richtung auf die Elbe-Grenze bei Wittenberg ein.


... siehe dazu ausführlich externer Link PREUSSENWEB


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Großbeeren - 23.08.1813
Karte der Schlacht von Großbeeren, 1813
(Quelle: ► NAPOLEONWIKI)
Röchling: Großbeeren
"Das Kolberger Regiment erstürmt den Kirchhof von Großbeeren"
Gouache um 1907, von
► Carl Röchling, in
"Die deutschen Befreiungskriege - Deutschlands Geschichte von 1806-1815" (Verlag von Paul Kittel, 1907)
Wetterling: Großbeeren
"Biwak der vereinten Nordarmee vor der Schlacht von Großbeeren am 23. August 1813"
Gemälde um 1830, von Alexander Clemens Wetterling (1796–1858)
Standort unbekannt
(Quelle: ► over-blog... )
Dahlstroem: Großbeeren
"Biwak der vereinten Nordarmee vor der Schlacht von Großbeeren am 23. August 1813"
Lithografie um 1830, von Carl Andreas Dahlström (1806–1869) nach dem Gemälde von Wetterling (1796–1858), im
Haus der Brandenburgisch-Preussischen Geschichte, Potsdam (auch Quelle)
Pommern bei Großbeeren
"Die Pommern bei Großbeeren"
Postkarte um 1913, von
► Anton Hoffmann (1863 - 1938)
links: Leib-Garde-Grenadiere

1813 - 26./27.08.

Schlacht um Dresden (II. Bataillon)


Am 23. August war die "Armée de Berlin" des französischen Marschalls Charles Nicolas Oudinot (1767–1847) von Teilen der "Nord-Armee" des ehemaligen französischen Marschalls Jean-Baptiste Bernadotte (1763 - 1844, seit 1810 als Karl XIV. Johann König - ad interim - von Schweden, ab 1812 auf Seiten der Alliierten) bei Großbeeren kurz vor Berlin geschlagen worden und befand sich auf dem Rückzug. Nur zwei Tage später wurde die "Bober-Armee" des französischen Marschalls Étienne Jacques MacDonald (1765 - 1840) von der "Schlesischen Armee" des Generals der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819) an der Katzbach nahe der Oder vernichtend geschlagen und befand sich ebenfalls auf dem Rückzug. Napoleon, der mit der französischen Haupt-Armee östlich von Dresden stand und eigentlich der "Schlesischen Armee" entgegen ziehen wollte, musste diesen Plan aufgeben, als er am 23. August die Nachricht erhielt, dass die "Böhmische Armee" des österreichischen Feldmarschalls Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771 - 1820) am Tag zuvor die böhmische Grenze überschritten hatte und direkt auf Dresden marschierte. Da die Garnison der sächsischen Rezidenz-Stadt den rund zweihunderttausend Österreichern, Russen und Preussen nichts entgegen zu setzen hatte, darüber hinaus zu befürchten stand, dass der Fall der sächsischen Hauptstadt den drohenden Übertritt der sächsischen Verbündeten auf Seiten der Alliierten auslösen würde, wandte sich der Kaiser dieser neuen Bedrohung zu und befahl seiner Armee den Eil-Marsch auf Dresden.

Die Avant-Garden der "Böhmischen Armee" erreichten Dresden in der Nacht vom 23. zum 24. August, die Haupt-Macht hatte die Stadt bis zum 25. August von südlicher Seite aus eingeschlossen, am 26. August begannen aus allen südlichen Richtungen massive Angriffe auf die Schanz- und Befestiguns-Werke der Vorstädte.

Napoleons Armee erreichte am Nachmittag des 26. August die nördlich gelegene, noch nicht angegriffene Neustadt. Umgehend überquerte er die Elbe und hatte bis zum Abend die bereits eroberten Vor-Städte im Süden und Süd-Osten zurückgewonnen. Am Morgen des 27. August gingen die Franzosen zum Gegen-Angriff über: Unter Führung der französischen Garden stürmten die Regimenter aus den süd-westlichen und süd-östlichen Ausfall-Toren der Stadt und griffen sofort die Flanken der Alliierten an, schoben sie in südlicher Richtung zurück und positionierten sich somit zwischen Stadt und Angreifer. Eine massive Kavallerie-Attacke unter Marschall Joachim Murat (1767 - 1815) auf den - hauptsächlich von österreichischen Truppen gestellten - linken Flügel der Alliierten und die Nachricht, dass der französische General Dominique Joseph Vandamme (1770 - 1830) am Königsstein bei Pirna die Elbe überschritten hatte - die "Böhmische Armee" nunmehr selbst in Gefahr geriet, vor Dresden eingeschlossen zu werden -, führte zum Abbruch der alliierten Angriffe und zur Einleitung des Rückzuges.

Teil der Dresdener Garnison war das II. Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde", das mit einer Stärke von sechshundertvierzehn Mann die königliche Residenz bewachte, jedoch im Rahmen der Verteidigung Dresdens in die Division des kommandierenden Brigade-Generals Jean-Louis Gros (1767 - 1824) eingegliedert worden war. Über Einsätze während der Schlacht bzw. hier erfahrene Verluste wurden bislang keine Quellen ausgemacht...


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Dresden - 26.08.1813
Karte der Schlacht von Dresden, 1813
(Quelle: ► napoleon-monuments.eu)
Brodowski: Napoleon
"Napoleon überquert die Elbe vor der Schlacht bei Dresden, 1813"
Gemälde von Józef Brodowski (1828 – 1900), im
DESA - Auktionshaus und Galerie, Krakow
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Sattler: Dresden
"Schlacht bei Dresden, 1813"
Gemälde von
► Julius Ferdinand Wilhelm Sattler (1796 – 1866), im
Deutschen Historischen Museum, Berlin
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

1813 - 06.09.

Schlacht bei Dennewitz (I. Bataillon)


Infolge der Niederlage in der Schlacht von Großbeeren (23. August 1813) befand sich die aus dem IV., VII. und XII. Korps bestehende "Armée de Berlin" des französischen Marschalls Charles Nicolas Oudinot (1767–1847) auf dem Rückzug in Richtung Wittenberg an der Elbe, Haupt-Quartier von Eugène-Rose de Beauharnais (1781 - 1824, Vize-König von Italien und Stiefsohn Napoleons), dem die Sicherung der Elbe-Grenze zwischen Wittenberg und Magdeburg auferlegt war. In Wittenberg sollte das schwer angeschlagene VII. Korps des französischen Generals Jean Louis Ebenezer von Reynier (1771 - 1814), das hauptsächlich aus den Resten der sächsischen Armee bestand und das bei Großbeeren schwere Verluste erlitten hatte, reorganisiert werden. Zu Oudinots Verstärkung sandte der Vize-König aus Magdeburg ein gemischtes Korps unter General Jean-Baptiste Girard (1775 - 1815), das jedoch in der sogenannten "Kolben-Schlacht" bei Hagelberg (27. August) im wahrsten Sinne zerschlagen wurde. Darüber hinaus hatte die im Osten stehende "Bober-Armee" des französischen Marschalls Étienne Jacques MacDonald (1765 - 1840) in der Schlacht an der Katzbach (26. August) gegen die vom General der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819) geführte "Schlesische Armee" eine deutliche Niederlage erlitten. Zwar war es Napoleon mit der von ihm geführten Haupt-Armee gelungen, die aus Süden kommende "Böhmische Armee" des österreichischen Feldmarschalls Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771 - 1820) in der Schlacht bei Dresden (27. August) zurückzuschlagen, doch war auch das von ihm zur Verfolgung und Sicherung nachgesandte Korps des französischen Generals Dominique Joseph Vandamme (1770 - 1830) bei Kulm (30. August) beinahe vollständig vernichtet worden.

Strategische Zielsetzung Napoleons war es, eine Vereinigung der aus Norden, Osten und Süden nahenden alliierten Armeen mit allen Mitteln zu verhindern. Taktische Zielsetzung war es, die gegnerischen Armeen einzeln zu schlagen. Und obwohl von der "Böhmischen Armee" Schwarzenbergs stärke-mäßig zweifellos die größte Gefahr ausging, hatte Napoleon in den Feldzügen zwischen den Jahren 1800 und 1809 gegen die diversen österreichisch-russischen Koalitionen die Erfahrung gemacht, dass unter diesen Bündnis-Parteien nicht nur sprachlich erhebliche Probleme bestanden. Aus diesem Grund bestimmte der Kaiser, sich erst einmal der - hauptsächlich aus preussischen Truppen gebildeten - "Nord-Armee" entgegenzustellen, die offensichtlich nicht nur zurück zu alter Schlag-Kraft sondern auch zu einer neuen Taktik gefunden hatte und somit als gefährlichster Gegner anzusehen war.

Die Vernichtung der "Nord-Armee" hatte zwei konkrete Zielstellungen: In erster Hinsicht würde sich ein Sieg über die preussisch dominierte "Nord-Armee" demoralisierend auf die im Osten drohende "Schlesische Armee" Blüchers (dem nächsten Ziel des Kaisers) auswirken. Darüber hinaus wäre nach einer Niederlage der Preussen der Weg nach Berlin frei. Und nach den klassischen Regeln der Krieg-Führung war ein Feldzug mit der Eroberung - in diesem Fall die Rück-Eroberung - der gegnerischen Residenz-Stadt gewonnen (eine Theorie, die in der Praxis bereits mit der Einnahme von Moskau im Russland-Feldzug von 1812 widersinnig geworden war). Letztendlich verband Napoleon mit der Zerschlagung der Preussen die Hoffnung auf ein Auseinanderfallen der Allianz und damit den Rückzug von Russen und Österreicher.

Am 2. September 1813 erhielt Marschall Michel Ney (1769 - 1815, laut Napoleon "der Tapferste der Tapferen") das Ober-Kommando über Oudinots Armee. Damit verbunden war der Befehl, gemeinsam mit Oudinot die "Nord-Armee" zu vernichten und die brandenburgisch-preussischen Residenzen von Berlin und Potsdam zu besetzen.

Marschall Ney übernahm am 5. September 1813 das Kommando über die vor Wittenberg gesammelten Truppen, mit denen er umgehend die schon in den Wittenbergischen Gemeinden Zahna und Gadegast stehenden Vorposten der "Nord-Armee" angriff und gegen Luckau zurückschlug. Mit diesem Ziel setzten die Franzosen am 6. September ihren Marsch fort, trafen jedoch bei Dennewitz auf das IV. preussische Korps des Generals der Infanterie Bogislav Friedrich Emanuel Graf von Tauentzien (1760 - 1824), dessen Artillerie sofort das Feuer eröffnete. Die Franzosen gingen direkt aus der Marsch- in die Schlacht-Ordnung über, drängten Tauentzien immer weiter zurück, als an ihrer linken Flanke - und so wie von den preussischen Generälen geplant - die ersten Truppen des III. preussischen Korps unter Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Bülow (1755 - 1816) auftauchten.

Ney´s IV. Korps, das den Sieg bereits greibar glaubte, stand überraschend vor der Gefahr, von der linken Flanke her aufgerollt zu werden. Eilends wurde nun das in der Marsch-Ordnung folgende VII. Korps Reyniers herangezogen, dessen Sachsen bereits bei Großbeeren auf Bülows Preussen getroffen waren. Das Gefecht, das als Bewegungs-Schlacht begonnen hatte, entwickelte sich mehr und mehr zu einer Feld-Schlacht, in der nun beide Seiten versuchten, durch das Heranführen immer weiterer Truppen eine Umgehung des Gegners zu erzwingen. Als den Preussen dieses Manöver schließlich an der rechten Flanke IV. Korps gelang und gleichzeitig die Sachsen auf dem linken Flügel zurückgedrängt werden konnten, die Preussen ihre weit überlegene Artillerie zum Einsatz bringen konnten und zu allem Unglück noch die ersten Verbände der russisch-schwedischen Haupt-Armee eintrafen, befahl Ney den Rückzug. Das von Oudinot geführte XII. Korps, das eigentlich den rechten Flügel verstärken bzw. dem dortigen IV. Korps zur Hilfe kommen sollte, wurde vom allgemeinen Durcheinander erfasst, mitgerissen und somit kampflos zur Umkehr gezwungen.

Die "Leib-Grenadier-Garde" stand bei Dennewitz in der 24. (1. sächsischen) Division unter Generalmajor Karl Christian Erdmann von Le Coq (1767 - 1830) und war damit direkt in die erbitterten Häuser-Kämpfe von Gohlsdorf nahe Dennewitz verwickelt, in deren Verlauf das Bataillon massive Verluste erlitt.

Marschall Ney zog seine Armee zurück auf die Elbe-Festung Torgau, die die Truppen am 8. September erreichten.


... siehe dazu ausführlich externer Link PREUSSENWEB


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Dennewitz - 26.08.1813
Karte der Schlacht von Dennewitz, 1813
(Quelle: ► napoleonwiki.de)
Wetterling: Dennewitz
"Die Schlacht von Dennewitz am 6. September 1813"
Gemälde um 1842, von Alexander Clemens Wetterling (1796–1858) im
Nationalmuseum, Stockholm
(Quelle: ► "pro100-mica")
Knoetel: Dennewitz
"Die preussische Landwehr bei Dennewitz, 1813"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Knoetel: Dennewitz
"General von Bülow bei Dennewitz, 1813"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Knoetel: Dennewitz
"Attacke des 1. Kurmärkischen Landwehr-Kavallerie-Regiments bei Dennewitz, 1813"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Elsholtz: Dennewitz
"Die Schlacht von Dennewitz am 6. September 1813"
Gemälde um 1842, von
► Ludwig Elsholtz (1805-1850) in der
Eremitage, Sankt Petersburg
(Quelle: ► "pro100-mica")

1813 - 17./19.10.

Völkerschlacht bei Leipzig (als Bataillon Garde)


Im Ergebnis der Schlacht von Dennewitz (06. September 1813) hatte der französische Marschall Michel Ney (1769 - 1815, laut Napoleon "der Tapferste der Tapferen") beinahe ein Drittel seiner "Armée de Berlin" verloren. Der Verband, der aus dem IV. (überwiegend italienischen), VII. (mehrheitlich sächsischen) und XII. größtenteils französischen) Korps zusammengesetzt war, stand vor dem drohenden Szenario, von den überlegenen Kräften der "Nord-Armee" des ehemaligen französischen Marschalls Jean-Baptiste Bernadotte (1763 - 1844, seit 1810 als Karl XIV. Johann König - ad interim - von Schweden, ab 1812 auf Seiten der Alliierten) aufgerieben zu werden und wurde eiligst auf die Festung Torgau zurückgezogen, wo die Truppen einerseits die Elbe-Grenze gegen die aus dem Großraum des Fläming nachfolgende "Nord-Armee" decken sollte, andererseits schnell die französische Haupt-Armee unter Napoleon unterstützen konnte, die den Raum Görlitz, Bautzen, Dresden, Leipzig gegen die aus dem Osten vorrückende "Schlesische Armee" des Generals der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819) und die im Süden drohende "Böhmische Armee" des österreichischen Feldmarschalls Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg (1771 - 1820) sicherte.

Marschall Ney erreichte Torgau am 8. September und begann umgehend, seine schwer angeschlagene Armee nach Möglichkeit neu zu formieren.

Das überwiegend aus Sachsen gebildete VII. Korps, das unter dem Befehl des französischen Generals Jean Louis Ebenezer von Reynier (1771 - 1814) stand und dessen Regimenter aufgrund erfahrener Verluste nur noch Bataillons-Stärke hatten, wurde einstweilig zwischen Schmiedeberg und Kemberg und somit zwischen den Elbe-Festungen Wittenberg und Torgau stationiert, sicherte somit den Übergang bei Wartenburg und konnte darüber hinaus als mobile Reserve am jeweils bedrohten Schauplatz eingreifen. Von der Haupt-Armee unter Napoleon war keine Unterstützung zu erwarten – mit dem Vertrag von Teplitz hatte sich Österreich am 9. September 1813 offiziell der russisch-preussischen Koalition angeschlossen.

Das I. Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde", das Teil des VII. Korps war und bei Dennewitz hohe Verluste erlitten hatte, wurde am 18. September überraschend zurück nach Dresden befohlen, wo die Einheit am 21. September eintraf. Per Reskript vom 19. September erhielt der Bataillons-Kommandant Major Heinrich Erdmann Gottlieb von Jeschky (17?? - 1860) den Befehl, seine Truppe innerhalb von zehn Tagen wieder herzurichten und mit dem in Dresden garnisonierten und ebenfalls angeschlagenen II. Bataillon zu vereinigen. Am 29. September wurde die nunmehr als Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" bezeichnete Einheit per Dekret des Kaisers in die Alte Garde aufgenommen und da in die 2. Division des französischen Divisionsgenerals Philibert Jean-Baptiste Curial (1774 – 1829) eingereiht.

Am gleichen Tag – und aufgrund äußerst nachlässiger Aufklärung für Napoleon vollkommen überraschend - hatte die "Nord-Armee" die Elbe bei Aken und Rosslau überschritten. Die Elbe-Festungen waren somit umgangen. Und die Marsch-Richtung Halle-Leipzig drohte nicht nur mit der offensichtlichen Gefahr, dass Napoleon von seinen rückwärtigen Verbindungen in Richtung Westen abgeschnitten werden konnte, sondern vor allem mit dem Szenario eines Umfassungs-Angriffs, der für die französische Haupt-Armee eine Zwei-Fronten-Schlacht zur Folge hätte. Und als am 3. Oktober die "Schlesische Armee" bei bzw. im Rahmen der gleichnamigen Schlacht von Wartenburg nahe Kemberg über die Elbe ging – die inzwischen mit Franzosen, Württembergern und Italienern befestigten Sicherungs-Linien zerschlagen wurden – mobilisierte Napoleon von Dresden aus seine Haupt-Armee.

Mit dem Marsch-Ziel Eilenburg-Düben und dem Befehl an Marschall Ney, seine Armee für einen schnellen Abmarsch auf Düben bereitzuhalten, verband er die Ziel-Stellung, die "Schlesische Armee" – den seiner Einschätzung nach gefährlichsten Gegner - im Raum der Dübener Heide aufhalten und vernichten zu können, um sich anschließend mit Front Richtung Westen und mit Unterstützung der Elbe-Garnisonen gegen die "Nord-Armee" zu wenden, als ihn erste Meldungen erreichten, dass die "Böhmische Armee" von Gera, Altenburg, Chemnitz kommend das Korps Marschall Joachim Murats (1767 - 1815) zurückgeschlagen hatte und ebenfalls in Richtung Halle-Leipzig vorging, womit im Fall einer Vereinigung beider Armeen die westlichen Verbindungen komplett abgeschnitten wären. Gleichzeitig war Dresden von der aus Polen eingetroffenen russischen Reserve-Armee unter dem General der Kavallerie Levin von Bennigsen (1745 – 1826) eingeschlossen worden.

Napoleons Truppen gerieten damit in die Gefahr, zwischen die Fronten dreier Armeen zu geraten. Der Kaiser entschloss sich, die Entscheidung im Raum der Leipziger Ebene zu suchen, auf die nun sämtliche französische Verbände heranbefohlen wurden.

An der Spitze seiner Garden erreichte Napoleon Leipzig am 14. Oktober. Die nachfolgenden Truppen seiner Armee wurden südlich der Stadt zwischen Connewitz und Markkleeberg, Wachau, Liebertwolkwitz und Holzhausen gegen die "Böhmische Armee" positioniert; Marschall Ney´s Armee, die die Reserve für einen Flanken-Angriff auf die "Böhmische Armee" bilden sollte, bezog im Norden Leipzigs Bereitschafts-Stellungen. Die kaiserliche Garde biwakierte am 14./15. Oktober bei Holzhausen, wurde am frühen Morgen des 16. Oktober als Reserve auf Liebertwolkwitz vorgeschoben, als bei Wachau der Angriff auf das Zentrum der französischen Haupt-Armee begann und im Norden überraschend die "Schlesische Armee" Blüchers eintraf, die sofort zum Angriff auf Ney´s Verband überging...

Anfängliche Erfolge gegen die "Böhmische Armee" wurden durch die Ankunft weiterer Verstärkungen, die ebenfalls sofort in die inzwischen über zwölf Kilometer südlich von Leipzig tobenden Kämpfe eingriffen, zunichte gemacht.

Angesichts immer größerer Verluste, der Ankunft der russisch-preussischen Garden im Süden, der russischen Reserve-Armee im Osten und des Aufmarsches der "Nord-Armee" nord-östlich von Leipzig sah sich Napoleon gezwungen, sämtliche Verbände enger um Leipzig zusammenzuziehen. Als ihn dann noch die Meldung erreichte, dass die bei Düben stehenden Reserven Ney´s nicht mehr rechtzeitig eintreffen würden, prüfte er kurz nach Mitternacht des 18. Oktober insgeheim Möglichkeiten eines Rückzugs über die einzige noch offene Route Leipzig-Lindenau in Richtung Merseburg-Erfurt.

Die Alte Garde, die in den vergangenen beiden Tagen langsam aber stetig von Liebertwolkwitz über Probstheida zurückgegangen und bislang noch nicht zum Einsatz gekommen war, stand am Morgen des 18. Oktober an der sogenannten "Quandtschen Tabaks-Mühle"; vor ihr nur noch schwache Verbände der Haupt-Armee, die sich inzwischen mit den Resten von Murats Korps vereinigt hatte. Im Verhältnis standen auf der Linie Connewitz-Probstheida-Stötterits rund hundertfünfzigtausend Franzosen samt Verbündete über dreihunderttausend Alliierten gegenüber, die am Vormittag auf ganzer Front zum Angriff übergingen. Zwar gelang es Napoleon, den Ansturm auf das von ihm persönlich kommandierte Zentrum erfolgreich abzuschlagen – auch sein linker Flügel unter Marschall Jacques MacDonald (1765 – 1840) konnte seine Stellungen weitestgehend behaupten -, doch geriet der vom polnischen Fürsten Józef Poniatowski (1763 – 1813; seit dem 16. Oktober "Marschall von Frankreich") kommandierte rechte Flügel bei Connewitz zunehmend unter Druck, der nur durch das energische Eingreifen der polnischen und sächsischen Gardisten der 2. Garde-Division stabilisiert werden konnte.

Am frühen Nachmittag wechselte der größte Teil der im Nord-Osten bei Paunsdorf gegen Teile der "Nord-Armee" stehenden sächsischen Division die Front. Dieser und weitere Übergänge -, der von allen französischen Korps gemeldete Mangel an Munition aller Art -, die Menge der darin begründeten Teil-Kapitulationen -, letztendlich die rasant steigenden Verluste an Menschen und Material brachten Napoleon zur Einsicht, den Rückzug aller Truppen einzuleiten und somit zu retten was zu retten war.

Die für den Kaiser alles entscheidende Schlacht um die deutschen Eroberungen war verloren...

Noch in der Nacht zum 19. Oktober leitete Napoleon den Rückzug der einst stolzen "Grande Armée" in das Stadt-Zentrum von Leipzig ein. Von den Alliierten ungestört, zogen die Truppen in die Stadt und unbeobachtet durch das Ranstädter Tor wieder hinaus in das westliche Stadt-Vorland, das aufgrund der versumpften Pleiße-Niederung für eine Feld-Schlacht ungeeignet und somit von den Alliierten nur mit einem äußerst schwachen Streif-Korps besetzt worden war. Während die Alliierten am Morgen des 19. Oktober den Angriff auf Leipzig und den Sturm auf die Stadt-Tore vorbereiteten, traten die Reste des Bataillons "Leib-Grenadier-Garde" gegen 9.30 Uhr vor dem Königshaus am Leipziger Markt ("Apels Haus"; während der Schlacht das Quartier von König Friedrich August I.) in Linie an. Augenblicke später erschien Napoleon, dankte der sächsischen Garde für geleistete Dienste und erwiesene Treue und erklärte der Truppe die ehrenvolle Entlassung aus dem Dienst der kaiserlichen Garde.

In wieweit die Grenadiere an den erbitterten Kämpfen um und in Leipzig beteiligt waren, ist umstritten. Gegen 12.00 Uhr hatten die Alliierten die Tore von Leipzig erstürmt und rückten auf den Marktplatz von Leipzig vor, wo sich die wenigen noch verbliebenen Grenadiere inzwischen zu allem entschlossen um das Quartier ihres Königs postiert hatten. König Friedrich August I. verhinderte ein weiteres Gemetzel. Widerstandslos wurde er arretiert und wenige Tage später in die Kriegs-Gefangenschaft nach Berlin-Friedrichsfelde verbracht, wo ihm bis zu seiner Rückkehr nach Sachsen am 7. Juni 1815 ein kleines Detachement seiner "Leib-Grenadier-Garde" zur Seite stand.

Die Reste der sächsischen Armee wurden im November 1813 umstrukturiert. Das Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" wurde am 1. Dezember 1813 reformiert. Zusammen mit den Resten des Regiments "König" und den Grenadieren der Linie bildeten die Leib-Grenadiere das "Provisorische Garde-Regiment", das bald die Bezeichnung "Garde-Grenadier-Regiment" erhielt und am 3. Dezember in das III. deutsche Armee-Korps unter Herzog Karl August von Sachsen-Weimar und Eisenach (1757 – 1828) eingereiht wurde.


... siehe dazu ausführlich externer Link WIKIPEDIA


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Karte Leipzig - 16.19.1813
Leipzig, 16.10.1813
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Karte Leipzig - 18.19.1813
Leipzig, 18.10.1813
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Knoetel: Leipzig
"Die verbündeten Monarchen bei Leipzig"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Knoetel: Leipzig
"Angriff des Brandenbg. Husaren-Regiments von Zieten No. 3 bei Möckern"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Knoetel: Leipzig
"Major von Sohr an der Spitze der Brandenbg. Husaren bei Möckern"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Knoetel: Leipzig
"Heldentod des Majors von Krosigk bei Möckern"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel
Straßberger: Leipzig
"Kampf um Markkleeberg"
Gemälde nach 1820 von
► Wilhelm Straßberger (1796 - 1866), im
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
(Quelle: ► "Markkleeberg")
Straßberger: Leipzig
"Sturm auf Probstheida"
Gemälde nach 1820 von
► Wilhelm Straßberger (1796 - 1866), im
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Straßberger: Leipzig
"... vor dem Grimmaischen Tor"
Gemälde nach 1820 von
► Wilhelm Straßberger (1796 - 1866), im
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
(Quelle: ► WIKIPEDIA)
Röchling:Leipzig
"... Flucht aus Leipzig"
Gouache um 1907, von
► Carl Röchling, in
"Die deutschen Befreiungskriege - Deutschlands Geschichte von 1806-1815" (Verlag von Paul Kittel, 1907)
Knoetel: Leipzig
"Die Monarchen und Feldherren auf dem Marktplatz zu Leipzig"
Gemälde von
► Prof. Richard Knötel

1813 - 03./14.11.

Belagerung von Torgau (als Bataillon Garde)


Schon im Februar 1813 war die Elbe-Festung Torgau unter Befehl des sächsischen Generalleutnants Heinrich Wilhelm von Zeschau (1760 - 1832) gestellt und eiligst verteidigungsbereit gemacht worden. Als am 10. März die ersten Streif-Korps russischer Kosaken an der Elbe aufritten, wurde die Besatzung in Alarm-Bereitschaft versetzt, doch entspannte sich die Situation, als Meldungen bekannt wurden, dass der sächsische König Friedrich August I. (1750 – 1827) Verhandlungen mit Österreichs Außenminister Klemens von Metternich (1773 - 1859) bezüglich eines Übertritts Sachsens auf die Seite der Alliierten aufgenommen hatte und General Zeschau italienischen und französischen Einheiten energisch den Durch- bzw. Einzug in die Festung verweigerte. Somit glich die Blockade der Festung, die das preussisch-russische Hilfs-Korps unter Generalleutnant Friedrich Heinrich von Kleist (1762 – 1823) im März eröffnete, mehr einem friedlichen Biwak: Während die Reste der sächsischen Kontingente, die als VII. Korps unter Befehl des französischen Generals Jean Louis Ebenezer von Reynier (1771 - 1814) den katastrophalen Russland-Feldzug überlebt hatten (rund sechs- von vormals siebenundzwanzig-tausend Soldaten), in der Festung Torgau gesammelt, neu ausgerüstet und reorganisiert wurden, empfingen die Sachsen die preussischen Offiziere im Rahmen "kameradschaftlicher Abende", bewirteten sie und führten sie durch die Festungs-Anlagen.

Mitte April hatte das Gros der preussisch-russischen Blockade-Truppen die Umgebung der Festung wieder geräumt. Kleist´s Versuch, die elbe-aufwärts gelegene Festung Wittenberg im Handstreich zu nehmen, konnte von den französisch-italienisch-württembergischen Besatzungs-Truppen unter Eugène-Rose de Beauharnais (1781 - 1824, Vize-König von Italien und Stiefsohn Napoleons) im letzten Moment vereitelt werden. Und als am 2. Mai die russisch-preussische Feldarmee des oberkommandierenden Generalleutnants Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein (1769 - 1842) und die Armee des Generals der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819) bei Großgörschen zurückgeschlagen wurde; Napoleon inzwischen wieder mehr als vierhunderttausend Soldaten auf sächsischen Boden zusammengezogen hatte und dem König von Sachsen die Drohung zukommen ließ, sein - von Napoleons Gnade gewährtes und ebenso abhängendes - Reich zur Plünderung freizugeben sofern die sächsischen Truppen sich nicht umgehend wieder seinem Kommando unterstellten, erhielt Torgau den königlichen Befehl, wieder auf die Seite der vermeintlich stärkeren Partei zurückzukehren.

In der Schlacht von Leipzig, ausgetragen vom 16. bis 19. Oktober 1813, wurde die "Grande Armée" Napoleons vernichtend geschlagen.

Zu dieser Zeit wurde die Festung Torgau - seit dem 12. August 1813 dem Gouvernement des französischen Generalleutnants Louis Comte de Narbonne-Laravon (1755 - 1813) unterstellt - von rund dreißigtausend Soldaten gedeckt, die sich überwiegend aus Franzosen und Sachsen, Württembergern und Hessen zusammensetzten und mehrheitlich aus Invaliden oder neu ausgehobenen Rekruten bestanden, die zwar somit wenig Kampf-Wert hatten, jedoch über Arsenale verfügten, die erst Anfang Oktober weitestgehend aufgefüllt worden waren. Obwohl die sächsische Brigade des Generalmajors Alexander Ferdinand von Mellentin (1759 - 1823) infolge der Kapitulation von Leipzig erst unter Arrest gestellt worden war, dann aber freien Abzug erhalten hatte, bald darauf auch die Würzburger und Darmstädter abgezogen wurden, verblieben in der Festung noch immer mehr als zwanzigtausend Mann, davon gut zwölftausend einsatzfähig und somit eine ernstzunehmende Besatzung.

Gefährlichste Waffe waren jedoch die zweihundert Geschütze.

Diese Stücke richteten sich nun gegen die Sachsen, die noch während der laufenden Schlacht von Leipzig zu den Alliierten übergegangen -, direkt nach der Schlacht dem Kommando des sächsischen Generalmajors Anton Friedrich Karl von Ryssel (1773-1833) unterstellt und umgehend zur Sicherung der Mulde-Linie (einem süd-westlich der Elbe gelegenen Neben-Fluss) in Marsch gesetzt worden waren und anschließend Befehl erhalten hatten, die Blockade der Festung Torgau einzuleiten, wo die Truppen am 30. Oktober eintrafen. Teil dieses Verbandes waren auch die Reste des Bataillons "Leib-Grenadier-Garde", das noch vor wenigen Tagen treu in der Garde des Kaisers gedient und Napoleons Rückzug hinter die Stadt-Mauern von Leipzig gedeckt -, letztendlich seine Flucht aus der Stadt gesichert hatte und nun als Kern-Truppe einer neuen sächsischen Armee für die Befreiung Sachsens eintreten sollte.

Die sächsische Division, die sich vor den Wällen von Torgau mit Mellentins Brigade vereinigt hatte, wurde am 27. Oktober durch das IV. preussische Korps des Generals der Infanterie Bogislav von Tauentzien (1760 – 1824) verstärkt und letztendlich am 14. November nach Merseburg beordert, wo die Neuaufstellung der sächsischen Armee erfolgen sollte.


... siehe dazu ausführlich externer Link Uni-Bibliothek Halle


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Festung Torgau, 1813
Karte der Festung Torgau, 1813
(Quelle: ► Festung Torgau)
Belagerung von Torgau - 1813
"Beschuss der Festung Torgau im Jahr 1813"
hand-colorierte Lithographie
unbekannter Künstler
(Quelle: ► Online-Collection Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden)


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Web-Enzyklopädien

Kurz-Geschichte der sächsischen Armee von 1612 bis 1918
▪ Geschichte
▪ Struktur und Gliederung
▪ Fahnen und Standarten
▪ Uniformierung und Bewaffnung

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Liste der kursächsischen Regimenter der Frühen Neuzeit
▪ Infanterie-Regimenter von 1663 bis 1806
▪ Kavallerie-Regimenter von 1620 bis 1806

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Web-Publikationen

"Ein Beitrag zur Geschichte der Armee ... 1813, 1814 und 1815" (1. Teil)
Carl Friedrich Wilhelm von Reyher

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"Ein Beitrag zur Geschichte der Armee ... 1813, 1814 und 1815" (2. Teil)
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"Der Krieg in Deutschland und Frankreich... " (1. Teil - 1813)
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"Der Krieg in Deutschland und Frankreich... " (3. Teil - 1814)
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"Der Krieg in Deutschland und Frankreich... " (4. Teil - 1815)
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"Zur Geschichte des Feldzugs von 1813"
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"The Seven Years War"
Englisch-sprachiges, sehr informatives Web-Projekt zur Geschichte des Siebenjährigen Krieges in Europa und in den Kolonien
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Reenactment

IG sächsische Leib-Grenadier-Garde 1813
"Historisch originalgetreu Uniformierte der IG Sächsische Leib-Grenadier Garde 1813 formieren sich in authentischer Ausstattung zur Repräsentation bzw. Präsentation..."
(... aus dem Intro-Text.)

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Regiment Leibgrenadiergarde (um 1756)

Bereits im Jahr 1587 hatte Kurfürst Christian I. von Sachsen (1560 – 1591) eine etwa hundert Mann starke Garde-Einheit formiert, die als "Dresdener Besatzungstruppe" geführt wurde, als eine der ersten militärischen Formationen dauerhaft unter Waffen stand und somit als Beginn eines "Stehenden Heeres" in Sachsens gewertet werden kann. Obwohl die Einheit als älteste Formation der sächsischen Armee gesehen wird und im Jahr 1708 die Stärke eines Regiments erreicht hatte, wurde sie nie in den elitären Stand der zwischenzeitlich errichteten und bestehenden sechs Haus-, Hof- oder Leib-Garden erhoben. Im Jahr 1717 ging die Einheit im Regiment "Flemming" auf und wurde somit der Linie zugeordnet.

Im Jahr 1729 und im Bestreben, am sächsischen und vor allem am polnischen Hof eine eigene Garde zur Verfügung zu haben (am Warschauer Hof stand die hauptsächlich aus Polen gebildete "Gwardia Piesza Koronna" des polnischen Königs, siehe dazu externer Link WIKIPEDIA), beauftragte Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (1670 – 1733), besser bekannt als "der Starke" und seit 1697 als August II. auch König von Polen und Groß-Fürst von Litauen, seinen illegitimen Sohn Graf Friedrich August von Rutowski (1702 – 1764) aus Abgaben aller Regimenter der sächsischen Infanterie eine "Leib-Grenadier-Garde" zu formieren, die im Sommer 1730 erstmals auf der Truppen-Schau des "Zeithainer Lagers" aufmarschierte. Anlässlich dieser Parade wurde Rutowski zum Generalmajor befördert und zum Kommandeur der neuen Garde ernannt.

Das Regiment, das anfänglich "Grenadier-Garde des Königs" genannt wurde, war entgegen den diversen anderen sächsischen Prunk- und Repräsentations-Einheiten von Beginn an als Kampf-Truppe konzipiert und in Anlehnung an das preussische "Königs- bzw. Leib-Regiment" strukturiert: Verfügten die Regimenter der sächsischen Linien-Infanterie über eine Soll-Stärke "Prima Plana" von 1.441 Mann, so wurde die etatmäßige Stärke der Garde mit 1.512 Mann angegeben, die in der Regel in einen Stab mit zwei Bataillonen zu sechs Kompanien organisiert waren, zeitweise aber auch zu drei Bataillone mit je vier Kompanien zusammengestellt wurde. Das erste Bataillon wurde samt dem Regiments-Stab in und um Meißen –, das zweite unter Oberst Alexander Józef Sułkowski (1695 – 1762), ab 1735 Regiments-Kommandeur, um Warschau in Garnison gelegt und hier in den Kriegen um die polnische Thronfolge (1733 bis 1738) und ab 1738, da unter dem Befehl von Heinrich Friedrich Freiherr von Friesen (1681 – 1739), an der Seite Russlands und Österreichs gegen die Türken (1736 bis 1739) eingesetzt.

Der Stab des Garde-Regiments - seit dem Jahr 1733 unter dem Befehl des neuen Königs August III. (1696 – 1763) - zählte 28 Mann und bestand aus dem Kommandeur im Rang eines Obersten und zwei Oberstleutnants. Dazu zwei Majore, zwei Adjutanten, ein Auditeur, ein Quartiermeister, ein Feldscher, ein Tambour, sechzehn Hautboisten und ein Knecht. Jede der zwölf Kompanien hatte eine Gesamt-Stärke von 123 Mann. Kompanie-Chef war ein Stabs-Kapitän, als Stellvertreter fungierte ein Premier-Leutnant. Zwei Sous-Leutnants befehligten die beiden Züge jeder Kompanie. Dazu ein Waffen-Meister und ein Fahnen-Junker als Offiziers-Anwärter bzw. Kadett. Die neunundneunzig Grenadiere jeder Kompanie wurden von drei Sergeanten, sechs Korporalen und einem Gefreiten-Korporal kommandiert. Darüber hinaus gab es in jeder Kompanie einen Querpfeifer, drei Trommler, zwei Zimmerleute (später Sappeure) und einen Feldscher, einen Fourier für die Kompanie-Bagage und eine schwankende Zahl von Nicht-Kombattanten.

Stand die sächsische Armee samt dem um Meißen garnisonierten Bataillon im ersten Krieg um Schlesien (1741) noch an der Seite der Preussen gegen Habsburg - aktiv und zusammen mit Bayern und Franzosen in der Schlacht um Prag -, wechselte Sachsen im zweiten Schlesischen Krieg (1745) auf die Seite der Österreicher. Während der Verteidigung von Dresden focht die inzwischen offiziell als "Leib-Grenadier-Garde" bezeichnete Einheit in der Schlacht von Kesselsdorf (15. Dezember 1745); hier erstmals im kompletten Regiments-Verband. Im Gedenken an die äußerst verlustreiche Schlacht entstand der Überlieferung nach der langsame Marsch der Kursächsischen Leib-Garde; bekannt als der "Kesselsdorfer Marsch". Im Januar 1746 wurde das Regiment mit den Frei-Kompanien "Herzog Promnitz" und "Hubertusburg" aufgefüllt und wieder in Meißen und Warschau einquartiert.

Infolge des kostspieligen und vor allem verlorenen Krieges, insbesondere der von Preussen für den Seiten-Wechsel auferlegten Kontributionen und nicht zuletzt durch die nach wie vor herrschende Verschwendung an den beiden Höfen musste die über Polen und Sachsen verteilte Armee im Jahr 1748 von über 32.000 Mann auf knapp 17.000 Mann beinahe halbiert werden. Trotzdem schuldete der König im Jahr 1751 seinen Offizieren den Sold von rund zwei Jahren, und mehr und mehr Offiziere und Soldaten traten in fremde (meist preussische) Dienste.

Abhilfe versprach der umstrittene Premier-Minister Heinrich Graf von Brühl (1700 – 1763): Die unter seiner Regierung eingeleiteten Steuer-Erhöhungen (natürlich unter Ausnahme des Adels), die Verpachtung und der Verkauf von hoheitlichen Steuer-Rechten, zahllose ungedeckte Staats-Anleihen und letztendlich sogar französische Subsidien sollten die Miss-Stände beheben. Trotzdem flossen die hier vereinnahmten Gelder nach wie vor in den Prunk der Hof-Haltung. Die sächsische Armee war bald keiner Rede wert...

Zu dieser Zeit umfasste das Regiment nach wie vor zwei Bataillone zu je sechs Kompanien, dazu (nach preussischem Vorbild) noch zwei Kompanien Flügel-Grenadiere; insgesamt 1.684 Soldaten und Offiziere. Rutowski, seit 1746 "General en Chef" der sächsischen Armee, 1649 zum Generalfeldmarschall befördert, übernahm die Chef-Stellung, in der Stellung als Kommandeur folgte 1753 der zum Generalmajor beförderte Friedrich Christoph Graf zu Solms-Wildenfels (1712 - 1792), der das Regiment bis 1764 befehligte.

Im Rahmen der Vorbereitungen eines Krieges gegen Preussen, in dessen Ergebnis sich Frankreich eine neuerliche Schwächung der zersplitterten deutschen Territorial-Mächte erhoffte, Österreich die Rück-Eroberung der schlesischen Provinzen anstrebte, Russland auf die Annektierung großer Teile des zu Polen gehörenden Lettlands zielte und Sachsen interessiert war, für die Abtretung der Russland überlassenen Provinzen mit den ostpreussischen Ländereien entschädigt zu werden, wurde die Residenz-Stadt im Jahr 1754 zur Garnison der Leib-Grenadier-Garde bestimmt. Das Regiment selbst behielt seinen Stab in Meißen, jeweils zwei Kompanien wurden nun in Meißen, Rosswein, Mittweida, Rochlitz und Frankenberg -, je eine Kompanie in Geithain und Leisnig ins Quartier gelegt.

Doch noch während sich die Koalitions-Parteien über individuelle Kriegsziele und mögliche Strategien, eigene Aufwendungen und zu beanspruchende Anteile stritten, rückte die preussische Armee am 29. August 1756 überraschend in Sachsen ein und eröffnete somit den Siebenjährigen Krieg, zu dessen Beginn gleich die gesamte sächsische Armee samt der Leib-Grenadier-Garde, die im rechten Flügel unter General-Major Freiherr Friedrich Ludwig von Rochow (1701 – 1760) stand, auf der "Liliensteiner Ebenheit" kampflos kassiert: Von den Preussen im "Kessel von Pirna" eingeschlossen, blieb den rund 20.000 Sachsen, die nur mit Munition und Verpflegung für eine einzige Feld-Schlacht ausgestattet waren, nach rund sechs-wöchiger Belagerung nur noch die bedingungslose Kapitulation. Die folgenden Verhandlungen im Schloss von Struppen endeten mit der erzwungenen Eingliederung der sächsischen Soldaten in die preussische Armee. Und so die Offiziere beinahe geschlossen in preussische Gefangenschaft gingen, desertierten Soldaten und Unteroffiziere bei jeder sich bietenden Gelegenheit, traten der Reichsarmee bei oder wechselten in österreichische oder französische Dienste.

Über die Einsätze des Regiments während des Siebenjährigen Krieges ist wenig bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass Teile des Regiments das Warschauer Exil des Königs deckten und eine weitere Teil-Einheit während des Krieges die Besatzung der neutralen (!) Festung Königsstein stellte. Quellen belegen, dass die Einheit nach dem Frieden von Hubertusburg (17. Februar 1763) mit den in Warschau lebenden Veteranen des Regiments wieder aufgefüllt wurde und sogar ein drittes Bataillon errichtet wurde, das jedoch bereits 1764 wieder aufgelöst wurde.

Im Jahr 1763 wurde Generalleutnant Carl Adolph von Brühl (1742 – 1802), Sohn des Premier-Ministers, Regiments-Kommandeur. Ihm folgte bereits 1765 Generalleutnant Alexander Jakob Lubomirski (1685 – 1772).

Ob Teile des Regiments dem sächsischen Kontingent beigegeben waren, das Solms im Jahr 1778 unter dem preussischen Prinzen Heinrich (1726 – 1802) in den bayrischen Erbfolge-Krieg von 1778 führte, ist nicht geklärt. Belegt ist jedoch, dass das Regiment an der Rhein-Kampagne von 1793 bis 1796, seit 1789 unter Oberst Georg von Rechten (1730 – 18??), nicht teilnahm – die Truppe versah (wie in diversen Kampagnen der bald beginnenden Revolutions- und Koalitionskriege) Wach-Dienst in der Residenz-Stadt Dresden und den königlichen "Lust-Schlössern".

Obwohl die sächsische Armee seit 1695 mehrheitlich rote Uniformen trug, erhielten die Grenadiere bei der Errichtung gelbe Röcke mit roten Aufschlägen und Rabatten, dazu rote Hosen und Unterkleider. Litzen und Borten bei den Mannschaften weiß, bei den Offizieren Silber, zur Parade Röcke mit aufwendigen Stickereien. Eine Besonderheit sind die von den Offizieren getragenen Granat-Taschen mit rotem Tuch-Überzug, deren Deckel ein farbig emailliertes polnisch-sächsisches Doppel-Wappen zeigten; die roten Riemen mit prächtigen Stickerein aus Silber-Draht.

Grenadier-Offiziere trugen neben dem Degen die leichte Flinte M 1724 mit Parthen-Bajonett, die auch von den Unteroffizieren geführt wurden, die Offiziere dazu den 1730 eingeführten Degen "Modell Garde", die Unteroffiziere eine Pistole M 1729 am Bandelier und wahrscheinlich den Grenadier-Pallasch M 1729, der auch von den Mannschaften getragen wurde, dazu die neue Muskete M 1729, das erste in Suhl serien-mäßig gefertigte Gewehr für die sächsische Infanterie.

Mit dem Reskript vom 23. Juli 1734 wurde die gesamte Uniformierung grundsätzlich geändert: Erhielten die Linien-Truppen weiße Röcke, wurde der Grenadier-Garde nunmehr ein roter Rock mit gelben Abzeichen befohlen, der mit leichten Änderungen bis zur Auflösung der Truppe im Jahr 1848 getragen wurde. Die Granat-Taschen der Offiziere ab da gelb. Ab 1745 für Offiziere und Unteroffiziere Kragen, ab 1765 auch für die Mannschaften. Die Bärenfell-Mützen mit dem gelben Deckel wurden ab 1761 getragen.

Die seidene, der Überlieferung nach von Friedrich August II. persönlich gestaltete Leib-Fahne, die wie die Ordinär- oder Kompanie-Fahnen anlässlich des "Zeithainer Lagers" verliehen wurde, hatte ein Format von etwa 260 cm Breite und 210 cm Höhe, war an einem ca. 315 cm langem Schaft mit etwa 24 cm langer Spitze befestigt, trug Avers den großen purpurnen Wappen-Mantel mit dem mittigem Kurwappen, das links vom polnischen – rechts mit dem litauischen Wappen flankiert wurde. Die Revers-Seite war mit den verschlungenen Initialen AR (Augustus Rex) auf einem stilisierten Marmor-Sockel mit Krone im grünen Geflecht geschmückt. Alle Verzierungen gestickt. Obwohl die Personal-Union zwischen Sachsen und Polen im Jahr 1763 mit dem Tod des Kurfürsten offiziell endete, wurde dieser Fahnen-Typ wohl bis 1806 geführt.


Leibgarde um 1730
Kursachsen um 1730
"Grenadier-Garde" aus:
► "Geschichte der sächsischen Armee in Wort und Bild" von Ferdinand Hauthal

Leibgarde um 1734
Kursachsen um 1734
"Grenadier-Garde" (links) aus:
► "Geschichte der sächsischen Armee in Wort und Bild" von Ferdinand Hauthal

Knoetel: Sachsen 1745
Kursachsen, 1745 - 1750
3. v.l.: Grenadier der Leib-Grenadier-Garde
Band V. Blatt-Nr. 26 aus der
► "Uniformenkunde" von
► Prof. Richard Knötel

Sturm: Grenadier 1750
Kursachsen, 1756 - 1763, Grenadier der Leib-Grenadier-Garde
Abbildung aus der
► Sturm-Zigarettenbilder-Serie
► "Deutsche Uniformen" von Herbert Knötel und Martin Lezius, Band I., 1756 - 1763
(Serie 23, Bild 1, lfd. Nr.: 133)

Leibgarde um 1764
Kursachsen um 1764
"Leib-Grenadier-Garde" aus:
► "Geschichte der sächsischen Armee in Wort und Bild" von Ferdinand Hauthal

Leibgrenadiergarde um 1764
Kursachsen um 1764
"Leib-Grenadier-Garde"
Von links nach rechts:
Pfeifer zur Parade
Offizier zur Parade
Unteroffizier zur Parade
Grenadier zur Parade

Regiment Leibgrenadiergarde (um 1813)

Stand Sachsen im Siebenjährigen Krieg noch gegen Preussen, trat der sächsische König im Krieg gegen das revolutionäre Frankreich bzw. zur Restitution der französischen Monarchie wieder an Preussens Seite: Während die 1729 unter dem "starken August" errichtete "Leib-Grenadier-Garde" mit Wach-Diensten in der Dresdener Residenz und in den Schlössern von Pillnitz, Moritzburg und Großsedlitz betraut war, zogen nach der "Pillnitzer Deklaration", in der die Monarchen von Preussen, Österreich und Sachsen dem französischen König Ludwig XVI. ihren Beistand versichert hatten, rund 5.000 Sachsen in das Korps des preussischen Generals Friedrich Adolf von Kalckreuth (1737 – 1818), mit diesem in die sogenannte Rhein-Kampagne zwischen 1793 bis 1796 und somit in den ersten Koalitions-Krieg gegen die französische Revolution. Und auch als die rund 20.000 Sachsen an der Seite der preussischen Armee am 14. Oktober 1806 in der Doppel-Schlacht von Jena und Auerstedt und hier bei Vierzehnheiligen regelrecht zusammengeschossen wurden, wachte die "Leib-Grenadier-Garde", von 1801 bis 1805 unter Befehl des Generals der Infanterie Anton Franz Hermann von Lindt (1730 - 1805; danach blieb die Stelle vakant), in Dresden. Hier wachte sie noch immer, als Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen infolge des am 11. Dezember 1806 in Posen unterzeichneten Friedens mit Frankreich endlich von Kaiser Napoleon den ersehnten Titel eines Königs von Sachsen erhielt; die sächsische Armee infolge des Beitritts zum Rheinbund in Preussen Besatzungs-Macht wurde. Als Sachsen jedoch für den Krieg gegen Österreich ein eigenes Korps zu stellen hatte, rückte erstmals auch ein Bataillon der "Leib-Grenadier-Garde" ins Feld, das unter Oberstleutnant Heinrich Ernst August von Warnsdorff (1753 – 18??) und Major Karl August Joseph Friedrich von Bose (1763 – 1826) mit 23 Offizieren und 561 Mann im Kontingent von Generalmajor Georg Christoph Friedrich von Hartitzsch (1781 - 1809) in den Gefechten von Linz und Nussdorf und am 5. und 6. Juli 1809 in der Schlacht von Wagram stand.

Im Jahr 1810 wurde die sächsische Armee nach französischem Vorbild reorganisiert. In Anlehnung an die legendäre Grenadier-Garde des Kaisers wurde das Regiment unter dem nunmehr zum Oberst beförderten und zum Regiments-Kommandeur ernannten Ernst von Warnsdorff erst einmal auf 1.666 Mann verstärkt und vergleichbar gegliedert. Der Stab und alle Kompanien wurden in Dresden garnisoniert; das Regiment selbst wurde direkt dem sächsischen Generalstab unterstellt.

Vor dem verheerenden Russland-Feldzug von 1812 blieb das Regiment verschont. Doch als im Ergebnis des Untergangs der "Grande Armée" alliierte Truppen an die Grenzen Sachsens vorstießen, wurde im Frühjahr 1813 auch die Garde mobilisiert: Das 1. Bataillon unter Major Heinrich Erdmann Gottlieb von Jeschky (17?? - 1860) rückte am 27. Januar in die Festung Torgau ein – die 1. Abteilung des 2. Bataillons unter Oberstleutnant Heinrich Gottlob von Radeloff (1758 – 18??) stellte bald darauf die Leibwache des Königs und schützte im Februar die Flucht der königlichen Familie über Plauen in das Fürst-Bistum Regensburg, das seit 1809 Bayern zugesprochen war. Von hier aus nahm Friedrich August Verhandlungen mit Österreichs Außenminister Klemens von Metternich (1773 - 1859) bezüglich eines Übertritts Sachsens auf die Seite der Alliierten auf, die - geknüpft an diverse Bedingungen und verbunden mit einer Vielzahl Rück-Versicherungen - am 20. April 1813 in der österreichisch-sächsischen Konvention von Wien fixiert wurden.

Napoleons Sieg in der Schlacht von Großgörschen (2. Mai 1813) vereitelte sämtliche Bündnis-Pläne: Am 4. Mai erhielt der "Keenich" von Napoleon den direkten Befehl, umgehend nach Sachsen zurückzukehren. Und Napoleons Drohung, Sachsen im Fall einer Verweigerung oder gar eines Fronten-Wechsels zur Plünderung freizugeben, unterstützte diese Aufforderung nachdrücklich.

Als der König am 21. Mai wieder in Dresden eintraf, waren diverse Rheinbund-Kontingente bereits zu schnell beweglichen Divisionen umgegliedert worden. Schon am 8. Mai hatte er seiner Armee befohlen, sich der wieder-erstarkten und scheinbar überlegenen französischen Partei anzuschließen. Das 1. Bataillon war Teil der 1. sächsischen Division des Oberst Friedrich August Wilhelm von Brause (1769 - 1836), diese wiederum Teil des "Königlich sächsischen Korps" des Generalleutnants Heinrich Wilhelm von Zeschau (1760 - 1832), das wiederum im VII. Korps der "Grande Armée" unter dem Befehl des französischen Generals Jean Louis Ebenezer von Reynier (1771 - 1814) stand, in diesem Verband am 22. Mai bei Reichenbach - einem direkten Folge-Gefecht der Schlacht von Bautzen (20./21. Mai) - auf die Nachhuten der russisch-preussischen Armeen des oberkommandierenden Generalleutnants Ludwig Adolf Peter zu Sayn-Wittgenstein (1769 - 1842) und des Generals der Kavallerie Gebhard Leberecht von Blücher (1742 - 1819) traf und in den Kämpfen um den sogenannten Töpferberg schwere Verluste hatte. Den Schlachten von Bautzen und Reichenbach folgte der Waffenstillstand von Pläswitz - geschlossen am 4. Juni und bis zum 10. August vereinbart -, eine Frist, die beide Seiten zur Reorganisation und Verstärkung ihrer Heere nutzten.

Am 28. Juli wurde Oberst von Warnsdorff zum Generalmajor befördert und zum Kommandanten der Festung Königstein bestimmt. Neben diversen Garnisons-, Versehrten- und Genesungs-Einheiten wurde hier auch die 2. Abteilung des 2. Bataillons stationiert, die mehrheitlich aus den Invaliden des Regiments gebildet wurde. Die 1. Abteilung stellte nach wie vor die Leibwache des Königs.

Im Rahmen einer Parade am 15. August zum Kaiser-Geburtstag vor Napoleon wurde das 1. Bataillon unter Major von Jeschky - noch immer im VII. Korps unter General Reynier, da in der 1. sächsischen Division des Generalmajors Sahrer von Sahr und nun in der mobilen Brigade des Generalmajors von Mellentin - der "Armée de Berlin" des Marschalls Oudinot zugeteilt, marschierte anschließend auf die preussischen Residenzen von Berlin und Potsdam und kämpfte hier am 23. August in der Schlacht bei Großbeeren. Am 26. und 27. August stand das 2. Bataillon in der Schlacht um Dresden, und nur wenige Tage später ging das 1. Bataillon bei Dennewitz am 6. September beinahe vollständig zu Grunde.

Die Reste beider Bataillone wurden am 19. September in Dresden zum Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" vereinigt. Die Abteilung unter Oberstleutnant von Radeloff verblieb als Leibwache an der Seite Königs, der sich nun ständig im jeweiligen Lager Napoleons aufhielt.

Mit dem kaiserlichen Dekret vom 29. September wurde das Bataillon in die legendäre "Alte Garde" aufgenommen und da in die 2. Division des französischen Divisionsgenerals Philibert Jean-Baptiste Curial (1774 – 1829) eingereiht. Keine drei Wochen später stand die Einheit zusammen mit den polnischen Grenadieren und den westfälischen Garde-Füsilieren in der zweiten Brigade unter Divisionsgeneral Henri Rottembourg (1769 - 1857) bei Dölitz, einem Örtchen nahe Leipzig. Und während große Teile der sächsischen Division noch in der laufenden Schlacht zu den Alliierten übergingen, deckte das Bataillon treu und tapfer und unter hohen Verlusten den Rückzug Napoleons in das Stadt-Zentrum von Leipzig. Am 19. Oktober gegen 9.30 Uhr wurden die Reste des Bataillons vor dem Königshaus am Leipziger Markt ("Apels Haus") von Kaiser Napoleon ehrenvoll aus dem Dienst der Kaiser-Garde entlassen. Am Abend des gleichen Tages wurde hier Friedrich August I. von Sachsen arretiert. Nur ein kleines Detachement unter Radeloff eskortierte "Keenich" Friedrich August in die Kriegs-Gefangenschaft nach Berlin-Friedrichsfelde und diente im dortigen Schloss bis zu seiner Rückkehr am 7. Juni 1815 als Ehren-Wache. Mit dem offiziellen Übertritt Sachsens auf die Seite der Alliierten wurde das Bataillon zusammen mit der sächsischen Armee an die Mulde-Linie verlegt und bei der Belagerung der Festung Torgau eingesetzt.

Am 14. November wurde die gesamte sächsische Armee zur Neuformierung um Merseburg zusammengezogen. Das Bataillon "Leib-Grenadier-Garde" wurde am 1. Dezember 1813 reformiert. Zusammen mit den Resten des Regiments "König" und den Grenadieren der Linie bildeten die Leib-Grenadiere das "Provisorische Garde-Regiment", das bald die Bezeichnung "Garde-Grenadier-Regiment" erhielt und am 3. Dezember in das III. deutsche Armee-Korps unter Herzog Karl August von Sachsen-Weimar und Eisenach (1757 – 1828) eingereiht wurde.

Mit Beginn des Feldzugs gegen Frankreich im Jahr 1814 wurde das "Garde-Grenadier-Regiment" von Oberst Prinz Bernhard von Weimar (1792 – 1862) kommandiert. Zusammen mit dem 2. und 3. Bataillon "Feld-Grenadiere" nahm das Bataillon "Leib-Garde", ab 1814 unter Befehl eines Majors von Römer, am 7. März am Vormarsch auf Courtray teil, stand da in den schweren Kämpfen um die Ortschaften Belleghem und Sweweghem und beteiligte sich vom 18. bis 25. März an der Belagerung der Festung Maubeuge. Nach der Kapitulation von Paris am 31. März und Napoleons Deportation nach Elba wurden die sächsischen Verbände bei Lüttich gesammelt. Das "Garde-Grenadier-Regiment" wurde mit der Deckung des preussischen Haupt-Quartiers bei Ath in Flandern beauftragt.

Mit der Rückkehr Napoleons am 1. März 1815 stand die sächsische Garde noch immer bei Lüttich und war so mit dem Schutz des preussischen Feldmarschalls Blücher betraut. Als hier am 2. Mai erste Beschlüsse des Wiener Kongresses zur "gänzlichen Tilgung Sachsens" und zur Teilung der sächsischen Armee bekannt wurden, kam es unter den sächsischen Truppen zu Meutereien, in deren Verlauf Blücher nur knapp dem Stein-Hagel sächsischer Gardisten entging. Im Ergebnis der Revolte mussten die Grenadiere des Garde-Bataillons ihre Waffen übergeben. Sieben Soldaten wurden am 6. Mai exekutiert. Eskortiert von preussischen Kolonnen wurde das Bataillon nach Tirlemont abgeführt, wo schließlich in Folge der verfügten Bestrafungen die Fahne öffentlich verbrannt wurde (wobei es dem kommandierenden Offizier Major von Römer gestattet wurde, den Namens-Zug samt dem umseitigen Wappen aus dem Fahnen-Tuch herauszuschneiden und somit die wichtigsten Symbole zu retten). Nach kurzem Arrest wurden sämtliche Gardisten in Unehren in die Heimat entlassen. Auch der preussische Generalleutnant Karl Leopold Georg Ludwig von Bostell (1773 - 1844), der für seine Verdienste in den Befreiungskriege höchste Auszeichnungen erhalten hatte und sich der Ausführung der verhängten Strafen widersetzt hatte, wurde suspendiert und zu vier Jahren Festungshaft verurteilt (wovon er jedoch lediglich einen knappen Monat verbüßte und anschließend wieder als Korps-Kommandeur eingesetzt wurde).

Mit Wirkung zum 1. August 1815 wurde die sächsische Armee erneut reformiert. Das Regiment, jetzt unter Befehl des zum Oberst beförderten von Radeloff, seit 7. Juni 1815 "Leib-Grenadier-Regiment" betitelt und der Tradition des am 30. April 1670 errichteten "Leib-Regiments zu Fuß" folgend, bestand aus dem 1. Bataillon Garde und dem 2. Bataillon Leib-Grenadiere (die Reste der im September beigegebenen Bataillone); beide Bataillone zu je 4 Kompanien mit insgesamt 1.536 Mann.

Eine weitere Umstrukturierung erfolgte im Jahr 1821: Für die Stellung des sächsischen Kontingents zum Bundesheer gemäss der Bundes-Kriegsverfassung vom 9. April 1821 wurden aus dem "Leib-Grenadier-Regiment", das nun die offizielle Bezeichnung "Leib-Infanterie-Regiment" erhielt, verdiente Mannschaften und Offiziere zur Bildung einer sogenannten "Infanterie-Garde-Division" herausgelöst. Diese Einheit gliederte sich in zwei Kompanien mit (ab 1827) insgesamt 370 Soldaten, die in Dresden in Garnison lagen und einzig Wach-, Ehren- und Eskorten-Dienste zu verrichten hatten.

Im Ergebnis der revolutionären Unruhen und der Einführung einer Landes-Verfassung, auf die die sächsische Armee am 22. März 1848 vereidigt wurde, musste die königliche Garde-Einheit aufgelöst werden. Die Soldaten und Offiziere wurden über die Linien-Regimenter verteilt. Fortgesetzt wurde die Tradition von dem im Jahr 1867 errichteten 1. (Leib) Grenadier-Regiment Nr. 100.

Seit 1734 trugen die Gardisten den roten frackartigen Rock mit gelben Abzeichen im barocken Schnitt; vom Volk aus diesem Grund spöttisch als "Butter-Krebse" betitelt. 1810 wurde der Schnitt der französischen Mode angepasst: Der Kragen höher und vorn geschlossen, die Rabatten eckiger, die Schoß-Umschläge schmaler und die Ärmel-Aufschläge unten offen. Alle Stücke wie auch das Futter gelb, die klammerförmigen Ärmel-Patten rot. Weste und Beinkleider weiß. Im Sommer und zur Parade weiße Gamaschen – im Winter und im Feld schwarze, ab 1810 graue Hosen. Alle Knöpfe und Abzeichen silbern. Mannschaften trugen weiße Fransen-Epauletten mit rot paspeliertem Schieber, Unteroffiziere silbern und rot durchflochten, dazu Ärmel-Streifen nach französischem Vorbild. Der Leutnant eine Konter-Epaulette rechts und eine Fransen-Epaulette links, beide Stücke rot gezackt durchflochten, am Kragen eine Litze. Der Oberleutnant die gleichen Stücke mit gerade durchzogenem Streifen und zwei Kragen-Litzen. Hauptmann beide Stücke blank, dazu drei Litzen. Der Major die gleichen Stücke und eine Litze, die von einer breiten Tresse um den oberen Kragenrand eingefasst war. Der Oberstleutnant zwei Fransen-Epauletten mit zwei eingefassten Litzen, der Oberst die gleichen Stücke und drei Litzen mit Tressen. Dazu alle Offiziere das goldene Brustschild mit Wappen, eine Tresse über den Ärmel-Aufschlägen und silberne Fang-Schnüre, die von der rechten Schulter zum zweiten und dritten Haken des Rockes fielen; der Gala-Rock mit reicher Stickerei. Die wenigstens 15 Zoll hohe Parade-Mütze aus schwarz gefärbten Bärenfell wurde von weißen, bei Offizieren silbernen Behängen geschmückt. Der anfänglich gelbe -, annehmbar ab 1810 rote Mützen-Deckel war mit einer silbernen Granate (Unteroffiziere und Mannschaften anfänglich rote -, dann weiße Stücke) bestickt. Vorn ein Messing-Schild mit dem gespaltenen Kur- und Rautenkranz-Wappen. Auf der Munitions-Tasche die Initialen FAR im gekrönten Wappen-Schild. Im Dienst und im Feld wurde der Tschako mit silbernen Schuppen-Ketten getragen, Offiziers-Stücke mit gekrönten goldenen Initialen FAR und rand-umlaufender Stickerei aus Silber-Borte, Mannschafts-Stücke das Schild der Munitionstasche, rote Behänge und Federstutze, die bei den Unteroffizieren mit schwarzer Spitze versehen waren. Im Feld rote Ponpons über dem Wachstuch-Überzug.

Die Mitglieder des Musik-Korps (der Regiments-Tambour, die Hautboisten und Tambours) trugen gelbe Röcke mit blauen Aufschlägen und blaue Westen, dazu weiße Tressen, Borten und Epauletten, darunter die typisch Schwalben-Nester der sächsischen Musiker. Der Regiments-Tambour sämtliche Stücke silbern, dazu eine licht-blaue Schärpe mit aufwendiger Wappen-Stickerei auf der Brust. Im Feld Tschakos - zur Parade ebenfalls Pelz-Mützen.

Bewaffnet war der Grenadier mit dem "Neu-Suhler" Infanterie-Gewehr Modell 1809 samt Bajonett und dem Grenadier-Pallasch M 1800. Die Offiziere trugen den Degen am Koppel oder zu Pferd den Löwenkopf-Säbel.

Ende des Jahres 1806 - anlässlich der Erhebung des Kurfürsten zum König von Sachsen - war an sämtliche Regimenter der sächsischen Armee ein neues Fahnen-Modell ausgegeben worden. Die seidene Leib-Fahne der Garde behielt das Format von 260 cm Breite und 210 cm Höhe. Auch der 315 cm lange Schaft und die etwa 24 cm lange Fahnen-Spitze wurden übernommen. Die Leib-Fahne weiß; die Ordinär-Fahne gelb; beide Stücke zeigten Avers im roten Hermelin-Mantel das 1806 eingeführte sächsische Königs-Wappen; Revers die verschlungenen Initialen FAR (Fridericus Augustus Rex) auf einem Marmorsockel mit Krone im grünen Geflecht geschmückt.


Leibgrenadiergarde um 1780
Kursachsen um 1780
"Leib-Grenadier-Garde"
Von links nach rechts:
Grenadier zur Parade
Offizier zur Parade
Hautboist (Hornist) zur Parade
Offizier in Dienst-Uniform
Offiziere in Gala-Uniform

Knoetel: Sachsen 1784
Kursachsen um 1784
Soldaten der Leib-Grenadier-Garde
Band VIII. Blatt-Nr. 48 aus der
► "Uniformenkunde" von
► Prof. Richard Knötel

Knoetel: Sachsen 1810
Sachsen, Infanterie 1810
links: Grenadiere und Offizier der Leib-Grenadier-Garde
Band VIII. Blatt-Nr. 6 aus der
► "Uniformenkunde" von
► Prof. Richard Knötel

Leibgrenadiergarde von 1806 bis 1832
Sachsen, Leib-Grenadier-Garde von 1806 bis 1832
Von links nach rechts:
Offizier (1806)
Grenadier (1806)
Regiments-Tambour (1810)
Leutnant (1810)
Grenadier feld-mäßig (1810)
Bataillons-Tambour (1820)
Grenadier (1832)
Leutnant (1832)

Sturm: Grenadier 1813
Grenadier der Leib-Grenadier-Garde
Abbildung aus der
► Sturm-Zigarettenbilder-Serie
► "Deutsche Uniformen" von Herbert Knötel und Martin Lezius, Band II., 1813 - 1815
(Serie 19, Bild 2, lfd. Nr.: 110)

Abschied der Grenadiergarde
"Verabschiedung der sächsischen Grenadier-Garde durch Kaiser Napoleon am 19. Oktober 1813 in Leipzig"
colorierte Lithografie
unbekannter Künstler

Meuterei der sächsischen Grenadiere
"Die sächsischen Grenadier-Bataillone vor Blüchers Quartier in Lüttich"
Lithografie um 1853 im Verlag C.G. Lohse, Dresden
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Leibgarde um 1780
Sachsen, um 1832
"Infanterie-Garde-Division" aus:
► "Geschichte der sächsischen Armee in Wort und Bild" von Ferdinand Hauthal




Sachsen; Leib-Grenadier-Garde (Bilder-Sammlung)

Mock: Warschauer Lager
Leib-Grenadier-Garde von 1730 bis 1750
Von links nach rechts: Grenadier und Offizier um 1730, Grenadier und Offizier um 1740, Pfeifer um 1745, Grenadier um 1750
Die bislang einzigste ausgemachte Abbildung, die die Grenadier-Garde in der weißen Uniformierung zeigt.

Mock: Warschauer Lager
Fahnenwache, u.a. polnische und sächsische Garde, Ausschnitt aus dem Gemälde: "Lager der polnischen und sächsischen Armeen zwischen Królikarnia und Czerniaków bei Warschau, 1732" von Jan Christian Mock
(Quelle: ► Museum der polnischen Armee, Warschau)

Ringkragen um 1730
Ringkragen für sächsische Offiziere um 1730
(Quelle: ► Online-Sammlung "museum-digital", Ausstellung Museum Weißenfels - Schloss Neu-Augustusburg)

Wappen um 1730
kursächsisch-polnisch-littauisches Wappen
Messing-Beschlag (für Patronen-Tasche ?) um 1730
Privat-Besitz, mit freundl. Genehmigung des Sammlers

Mützenblech um 1763
Replik des Mützenblechs zur Pelzmütze der Leib-Grenadier-Garde in der Zeit des Siebenjährigen Krieges
(Quelle: ► Online-Shop "Berliner Zinnfiguren")

Leibgrenadiergarde um 1800
Offizier der Leib-Grenadier-Garde um 1800
Mit freundlichem Dank an G.Rietschel, bei Dresden

Grenadier um 1800
Grenadier der Leib-Grenadier-Garde im Exerzier-Rock um 1800,
aquarellierte Tusch-Zeichnung, bislang unbekannter Künstler
(Quelle: ► The Vinkhuijzen collection of military uniforms, Image ID 1505402)

Augsburger Bilderserie - Sachsen
Leib-Grenadier-Garde um 1800
Grenadier, Grenadier im Drillich und Unteroffizier aus der
► Augsburger Bilderserie - Sachsen

Augsburger Bilderserie - Sachsen
sächsische Infanterie um 1800
2. v.l.: Adjutant der Leib-Grenadier-Garde, aus der
► Augsburger Bilderserie - Sachsen

sächsische Infanterie um 1802
sächsische Infanterie um 1802
links: Offizier der Leib-Grenadier-Garde; rechts: Grenadier

Leibgrenadiergarde um 1805
Leib-Grenadier-Garde um 1805

Leibgrenadiergarde um 1805
Offizier der Leib-Grenadier-Garde um 1805

Leibgrenadiergarde um 1806
Offizier der Leib-Grenadier-Garde um 1806
hand-colorierte Lithographie von
Carl Adolph Heinrich Hess (1769 - 1849)
(Quelle: ► WIKIPEDIA)

Leibgrenadiergarde um 1806
Grenadiere der Leib-Grenadier-Garde um 1806
Illustration aus: "Uniforms of the Napoleonic Wars, 1796 - 1814"
Philip J. Haythornthwaite; Blandford Press (1973)
(Quelle: ► Forum "rusempire.ru")

Leibgrenadiergarde um 1806

Leibgrenadiergarde um 1806

Leibgrenadiergarde um 1806

Leib-Grenadier-Garde um 1806
Darstellungen aus: "Die verschiedenen Uniformen sächsischen Armee, 1806-1823, vom Kupferstecher Bärtsch"
Adam von Bärtsch (1757 - 1821)
(Quelle: ► "gallica",Retrodigitalisierungs-Projekt der "Bibliothèque nationale de France")

Pelzmuetze ab 1810
Pelzmütze für Grenadiere der Leib-Grenadier-Garde ab 1810, im ► Museum zur Völkerschlacht bei Leipzig
(Quelle: ► "napoleon-online" - Original-Uniformen Sachsen)

Fahne von 1806 bis 1815
Fahne des Königreichs Sachsen von 1806 bis 1815

Mützenblech um 1806
Replik des Mützenblechs zur Pelzmütze der Leib-Grenadier-Garde in der Zeit der Napoleonischen Kriege
(Quelle: ► Online-Shop "Berliner Zinnfiguren")

Tschakos der Grenadiere um 1810
Tschakos sächsischer Grenadiere ab 1810 (Reenactment-Repliken)
o.l.: Beschlag des Tschakos, das gleiche Blech findet sich auch auf dem Deckel der Munitions-Tasche; u.l.: Tschako für Grenadiere; r.: Tschako für Unteroffiziere (Sergeanten) der Grenadiere

Ringkragen um 1810
Ringkragen für sächsische Offiziere ab 1810
(Quelle: ► Hermann Historica München, 49. Auktion)

Leibgrenadiergarde um 1810
Leib-Grenadier-Garde um 1810, Adjutant; aus der Serie:
► "Königlich Sächsische Armee" von Alexander Sauerweid

Leibgrenadiergarde um 1810
Leib-Grenadier-Garde um 1810, Tambour; aus der Serie:
► "Königlich Sächsische Armee" von Alexander Sauerweid

Leibgrenadiergarde nach 1810
Leib-Grenadier-Garde um 1810.
aquarellierte Tusch-Zeichnung, bislang unbekannter Künstler
(Quelle: ► Online-Collection Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Leibgrenadiergarde um 1812
Leib-Grenadier-Garde um 1812
aquarellierte Tusch-Zeichnung, bislang unbekannter Künstler
beachtenswert ist hier der Tambour mit schwarzen Abzeichen; die Uniform somit (fehlerhaft?) in den sächsischen Farben von 1806 bis 1815

Leibgrenadiergarde um 1812
Offizier der Leib-Grenadier-Garde in Parade-Uniform
Ausschnitt aus "Darstellung der Königlich Sächsischen Armee"
aquarellierte Radierung von Carl Gustav Wunderlich (1809 - 1882), nach Georg Emanuel Opiz (Opitz; 1775 - 1841)
(Quelle: ► "napoleon-online" - Sachsen; Armee 1810 - 1812)

Parade der Leibgrenadiergarde
"Parade der Grenadier-Garde vor dem Kurfürsten/König in Dresden" (links das Johanneum, einst königl. Stall-Gebäude, seit 1731 Fest-Haus)
aquarellierte Tusch-Zeichnung, bislang unbekannter Künstler
(Quelle: ► Online-Collection Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Leibgrenadiergarde bei Lüttich
"Der Abschied der Officiere der Königl. Sächsischen Leib Grenadier Garde von Ihrer Fahne den Juni bei Lüttich, 1815"
Gemälde von
► Julius Ferdinand Wilhelm Sattler (1796 – 1866)
Privat-Besitz
(Quelle: ► Kunsthaus Lempertz - Köln, Auktion 19. Mai 2007)

Fahne um 1815
Fahne der Leib-Grenadier-Garde um 1815
Abbildung aus der
► Alva-Zigarettenbilder-Serie (Band 1; Serie 11, Bild 11, Nr.: 131)

Leibgrenadiergarde von 1800 bis 1842
Leib-Grenadier-Garde von 1800 bis 1840
v.l.n.r.: Grenadier (1800 - 1810), Offizier (1800 - 1810), Grenadier (1810 - 1842), Offizier (1810 - 1842)
Abbildungen aus der Serie
► "Der bunte Rock" (Bild 5, 6, 89 und 90)

Leibgrenadiergarde um 1815
Leib-Grenadier-Garde um 1815
Buch-Illustration (ausgetrennt), bislang unbekannter Künstler und unbekanntes Werk

Fahne von 1815 bis 1918
Fahne des Königreichs Sachsen von 1815 bis 1918

Leibgrenadiergarde um 1820
Leib-Grenadier-Garde um 1820
colorierte Lithografie, bislang unbekannter Künstler

Mützenblech um 1821
Mützenblech zur Pelzmütze der Leib-Grenadier-Garde ab 1821 und Granat-Beschlag des Kartusch-Kastens
(Quelle: ► Hermann Historica München, 59. Auktion)

Leibgrenadiergarde um 1830
Leib-Grenadier-Garde um 1820
colorierte Lithografie, bislang unbekannter Künstler

Mannschaftsrock um 1832
Mannschaftsrock um 1832
(Quelle: "Uniformen europäischer Armeen"; von Förster, Hoch und Müller; Militär-Verlag der DDR, 1978)

Garde-Division um 1832
Infanterie-Garde-Division um 1832
hand-colorierte Lithographie von
Joseph Trentsensky (1793 - 1839)
(Quelle: ► Online-Collection Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

Garde-Division um 1835
Infanterie-Garde-Division um 1835
hand-colorierte Lithographie von
Heinrich Ambros Eckert (1807 - 1840)

Garde-Division um 1835
Infanterie-Garde-Division um 1835
colorierte Lithografie, bislang unbekannter Künstler

Garde-Division um 1835
Infanterie-Garde-Division um 1835
colorierte Lithografie, bislang unbekannter Künstler

Garde-Division um 1835
Infanterie-Garde-Division um 1835
colorierte Lithografie, bislang unbekannter Künstler
beachtenswert zum vorherigen Motiv ist hier die (fehlerhafte?) gelbe Farb-Gebung des Mützen-Deckels

Garde-Division um 1838
Infanterie-Garde-Division um 1838
Offiziere auf der Augustusbrücke in Dresden
hand-colorierte Lithographie von
Eckert und Monten, aus der Serie:
► "Das deutsche Bundesheer in charakteristischen Gruppen"

Leibgrenadiergarde um 1839
Offiziere der Infanterie um 1839; mittig: Offizier der Leib-Grenadier-Garde in Parade-Uniform, rechts: in Dienst-Uniform
Ausschnitt aus "Darstellung der Königlich Sächsischen Armee"
aquarellierte Radierung von Carl Gustav Wunderlich (1809 - 1882), nach Georg Emanuel Opiz (Opitz; 1775 - 1841)
(Quelle: ► Kunsthandlung Koenitz - Dresden)

Fanion um 1840
Infanterie-Garde-Division um 1840
Fähnrich mit den sächsischen Farben von 1815 bis 1818
beachtenswert ist hier die rote (fehlerhafte?) Farb-Gebung von Kragen und Ärmel-Aufschlägen sowie die (fehlerhafte?) Darstellung goldener Mützen-Behänge
bislang unbekannte Sammel-Bilder-Serie

Fahne um 1815
Fahne des Kgl. Sächs. 1. (Leib-)Grenadier-Regiment Nr.100, I. Bataillon, Vorderseite
Abbildung aus der
► Alva-Zigarettenbilder-Serie (Band 2; Serie 25, Bild 12, Nr.: 300)

Fahne um 1815
Fahne des Kgl. Sächs. 1. (Leib-)Grenadier-Regiment Nr.100, I. Bataillon, Rückseite
Abbildung aus der
► Alva-Zigarettenbilder-Serie (Band 2; Serie 26, Bild 01, Nr.: 301)

Bastelbogen
Kurios: Ausmal- und Bastelbogen
Vermutlich "Augsburger Bilderbogen" um 1850.
Mit freundlichem Dank an G.Rietschel, bei Dresden.


Wir sind dankbar für jede Abbildung zum Thema. Ausgesprochen dankbar sind wir Ihnen, so Sie uns (soweit möglich bzw. bekannt) die Bild-Quelle und sämtliche relevaten Angaben (Künstler bzw. Signatur, Fertigungs-Daten, Quelle und Ausstellungs-Ort etc.) übermitteln könnten. Gern benennen wir Sie an dieser Stelle auch namentlich als Rechte-Inhaber bzw. Unterstützer dieses Projekts.



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(1) Aus: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste; Band 12, Leipzig 1735, Spalte 1214 f.

(2) Aus: Leonard Haas: Kritische Zwischenbilanz über Europa; in: Schweizer Rundschau Nr. 5/1975


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